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Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf der Köln kann auch anders Veranstaltung

Einsturz Stadtarchiv – Acht Jahre danach

Köln | Um 13:58 Uhr heulten auch heute wieder die Sirenen. Zum achten Mal jährt sich der Einsturz des Stadtarchivs am Waidmarkt, bei dem mittlerweile drei Todesopfer zu beklagen sind. Die Initiative „Köln kann auch anders“ hatte zum Gedenken geladen und zum ersten Mal gedachten Stadt Köln und Initiative gemeinsam. Denn in den Jahren zuvor hatte die Stadt immer eine eigene Gedenkveranstaltung organisiert. Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach, Frank Deja interviewte den neuen Stadtdirektor Keller und die Initiative Archivkomplex erhob die Stimme zum Kölner Klagegesang.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker erinnerte an die Opfer des Archiveinsturzes. Sie betonte wie wichtig das Stadtarchiv für die Identität der Stadt sei und dass es einen Moment lang so ausgesehen habe, als habe die Stadt sie verloren. Man könne heute wieder optimistischer in Zukunft blicken, denn in zwei Wochen werde der Grundstein für den Archivneubau gelegt und auch die Restaurierung der Bestände von unschätzbarem Wert mache viele Fortschritte. Alle treibe die Frage um, die das Unglück geschehen konnte. Die Stadt, so Reker, habe für die Ursachenforschung mittlerweile eine dreistelligen Millionenbetrag ausgegeben. Für Ihre kritische Begleitung der Aufarbeitung lobte Reker die Initiativen Köln kann auch anders und Archivkomplex. Diese Begleitung so Reker sei notwendig. Man werde im Dialog eine Form finden, wie man mit der Einsturzstelle umgehen könne, so Reker weiter und sie stellte fest, dass die Arbeit von Mischa Kuball alleine dafür nicht ausreichend sein könne. Aber Reker stellte fest, dass ihr das Kunstwerk gut gefalle, denn es kennzeichne für alle Menschen auf einen Blick erkennbar die Einsturzstelle.

Die Reden

Dr. Stephan Keller, Stadtdirektor, ist sich sicher, dass die Verantwortlichen noch verurteilt werden, bevor die Verjährung beginnt und bittet die Kölnerinnen und Kölner noch um Geduld auf den letzten Metern der Ursachenforschung und Beweissicherung, wie er es ausdrückte. Er sprach von einem quälend langen Prozess, der durch die Komplexität der Aufgabe begründet sei. „Gründlichkeit muss hier vor Schnelligkeit gehen“, so Keller, der damit dem Postulat seines Vorgängers Guido Kahlen folgt. Keller: „Es wäre eine Katastrophe, wenn am Ende aufgrund einer Nachlässigkeit im Beweissicherungsverfahren eine Verantwortung nicht mehr geklärt werden könnte.“ Keller warb zudem für Vertrauen in die Kölner Stadtverwaltung.

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