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Fertig! Frank Bölter hat den Hohenstaufenring am Yitzhak-Rabin-Platz auf Dietlinde-Schumacher-Ring umgetauft. Foto(ehu)

Stadtlabor: Frank Bölter tauft Hohenstaufenring in Dietlinde-Schumacher-Ring um

Köln | Im Rahmen des Projekts Stadtlabor taufte der Künstler Frank Bölter den Hohenstaufenring in Dietlinde-Schumacher-Ring um: eine Hommage an die Frau, die seit 1984 auf dem Yitzhak-Rabin-Platz Kölns ältestes Büdchen führt. Noch weitere acht Abschnitte der Ringe sollen auf Zeit umbenannt werden.

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Das goldene Namensschild gehört jetzt Büdchen-Betreiberin Dietlinde Schumacher. Links Frank Bölter. Foto: ehu

Der Künstler will mit seiner Aktion auf unbekannte Menschen hinweisen, die den Ringen „einen Hauch Menschlichkeit verleihen – jenseits von Konsum, Unterhaltung und Verkehr“. Dietlinde Schumacher ist für ihn ein ruhender Pol in der Hektik, Mittelpunkt für nachbarschaftliche Kommunikation und Hilfe. 
 
Hanna Billerbeck  spricht stellvertretend für die Stammkunden, 1975 wohnt sie in der Nähe. „Ich kaufe hier nicht nur meine Zeitungen und manchmal eine Flasche Kölsch. Hier hilft man mir auch, wenn ich mal wieder eine Konservendose nicht öffnen kann.“. Und als Deutschland 1990 Fußball-Weltmeister wurde, habe man hier gefeiert und das Büdchen leer getrunken, erinnert sich die 71-Jährige.

Schon der Vater hatte das Büdchen betrieben, ihr Sohn wird das Geschäft fortführen

„Man wird gebraucht“, ist für Dietlinde Schumacher das wichtigste an ihrer Arbeit, „das tut gut.“. Sie hat das Büdchen von ihrem Vater übernommen. Der wiederum führte es seit 1960: Damals stand es leer, und als ihr Vater – er arbeitete bei Ford – daran vorbei fuhr, griff er zu und erfüllte sich damit einen Traum. 1924 erbaut, ist es Kölns ältester Kiosk. Und es ist so gut wie sicher, dass Sohn Schumacher das Geschäft übernehmen wird. Dass Christian (32) jetzt schon – ebenso wie seine beiden Schwestern – regelmäßig aushilft, ist selbstverständlich. Nicht nur am Montagabend, als seine Mutter bei der Umbenennung im Mittelpunkt stand.
 
Die Umbenennung des Hohenstaufenrings an diesem Platz ist eine Mischung aus offiziell erlaubter Guerilla-Kunstaktion. Denn geplant war ursprünglich ein Namensschild mit weißer Schrift auf goldenem Grund. Das hatte Bölter auch schon fertig, wollte es unter dem „richtigen“ Straßenschild aufhängen, aber auf dem Kopf stehend und auf der Rückseite mit dem Vermerk „Das ist Kunst“ versehen.
 

Die Polizei fürchtete, Ortsunkundige könnten verwirrt werden

Im Prinzip war schon alles mit der Stadt abgeklärt – „alle zuständigen Stellen haben schnell gearbeitet“, so Bölter. Dann aber habe die Polizei bedenken angemeldet, Ortsunkundige könnten verwirrt werden. Also beschloss er, das Schild auf beiden Seiten mit Folie und dem neuen Namen zu überkleben. Wie lange das Bestand hat, bleibt abzuwarten. Das goldene Schild hat er jetzt Dietlinde Schumacher geschenkt. Was die einfach nur „toll!“ findet.
 
Stadtlabor ist ein vor fünf Jahren vom Kulturdezernat ins Leben gerufenes Projekt. Es soll am Beispiel von bestehenden Objekten die Wirkung von Kunst im öffentlichen Raum untersuchen und künftige Möglichkeiten entwickeln. In der 4. Phasen nehmen sich aktuell sechs Künstler – einer davon ist Frank Bölter – die Ringe vor. 
 

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