Kultur Bühne

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Bei seiner Vorstellung in Köln konnte er noch strahlen, jetzt hat Carl Philipp von Maldeghem abgesagt und bleibt in Salzburg.

Von Maldeghem sagt ab – die Suche muss von vorne beginnen

Köln | Wie Kai aus der Kiste wurde Salzburgs Theaterintendant Carl Philipp von Maldeghem als Nachfolger von Kölns Noch-Schauspielchef Stefan Bachmann präsentiert. Zur Spielzeit 2020/21 hätte er sein Amt antreten sollen. Jetzt die kalte Dusche für OB Henriette Reker und Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach: von Maldeghem bleibt in Salzburg.

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Mitglieder aus Schauspiel-Verwaltung und –Ensemble protestierten am Dienstag vor dem Rathaus: Sie fühlen sich bei der Auswahl für den neuen Intendanten übergangen. In der anschließenden Kulturausschuss-Sitzung war von Maldeghem kein Thema.

„Nach reiflicher Überlegung und seiner Intuition folgend“ wird seine Begründung für diese Entscheidung in der österreichischen Presse zitiert. Die neue Aufgabe an einem renommierten Theater in Deutschland hätte zwar ihren Reiz, doch „die Möglichkeiten in Salzburg in einem großartigen Haus und mit seinen vielfältigen Sparten und Facetten, mit einem herausragenden Ensemble und einem hoch motivierten Team einfach überwiegen". Er wird deshalb bis 2024 in Salzburg bleiben.

Schon bei seiner Vorstellung durch OB und Kulturdezernentin war er beim überwiegenden Teil der Presse auf Ablehnung gestoßen. Aufgrund seiner bisherigen Karriere wurde ihm indirekt Zweitklassigkeit vorgeworfen – Angriffe, die sich in der Lokalpresse fortsetzten. Kritisiert wurde auch das intransparente Auswahlverfahren. Im Hintergrund dürfte dies zu von Maldeghems Entscheidung beigetragen haben.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker bedauert dies sehr: „Persönlich kann ich seine Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Ich habe großes Verständnis dafür, dass Herr Dr. von Maldeghem nach ungerechtfertigter Ablehnung und Vorurteilen, die seine Fachlichkeit betreffen, keine Ambitionen mehr hat, in Köln zu wirken.“

Auch Klaus Schäfer, kulturpolitischer Sprecher der SPD, bedauert diese Entwicklung gegenüber report-k. Gleichzeitig äußert er heftige Kritik vor allem an den Kölner Printmedien: „Da war eine ungeheure Dreistigkeit am Werk: Man wirft ihm Provinz vor und gibt gleichzeitig zu, dass man ihn nicht kennt.“

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