Kultur Musik

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„Der Graf hat mir Mut gemacht“

Mit ihrem Debütalbum „Hallo Leben“ kommt Sotiria am 22. November zum Konzert nach Köln.

Köln | Mit der Hilfe des Grafen von Unheilig ist Sotiria als Musikerin auf die Bühne zurückgekehrt und hat ihr Debütalbum „Hallo Leben“ veröffentlicht. Vielen gilt die Berlinerin als musikalische Erbin von Unheilig. Am 22. November kommt sie zum Konzert in die Kölner Kantine an der Neusser Landstraße.

Wie haben Sie den Grafen von Unheilig kennengelernt?

Sotiria: Ich kenne den Grafen aus meiner Zeit bei Eisblume. Wir haben uns häufiger bei Veranstaltungen und Festivals getroffen. Kennengelernt haben wir uns 2011 bei einer Fernsehsendung. 2016 habe ich ihn bei seiner letzten Tour in Berlin im Backstage besucht. Ich hatte ihm damals gesagt, dass sich gerne wieder Musik machen würde. Er hat mich dabei unterstützt und so ist daraus ein ganzes Album geworden.

Wie wichtig war der Graf für Ihre musikalische Karriere?

Sotiria: Der Graf hat mir damals Mut gemacht, auch mit ganz persönlichen Geschichten rauszugehen und diese in meinen Songs zu verarbeiten. Damit hat er den Grundstein für meine Rückkehr auf die Bühne gelegt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Wie haben Sie den Grafen als Mensch erlebt?

Sotiria: Er ist ein sehr entspannter und einfühlsamer Mensch. Er war sehr offen und interessiert für die Dinge, die ich ihm erzählt habe. Die Chemie zwischen uns hat wirklich gestimmt.

Warum haben Sie sich nach Eisblume von der Musik zurückgezogen?

Sotiria: Ich war ein auf der Suche nach mehr Sicherheit im Leben. Meine Freunde haben nach der Schule studiert oder eine Ausbildung gemacht. Die hatten so etwas Handfestes in ihrem Leben. Ich hatte nur die Musik und dachte mir damals, ich brauche doch etwas Vernünftiges. So habe ich Wirtschaftskommunikation studiert und danach auch in einem regulären Job gearbeitet. Es hatte seinen Reiz, das eigene Leben mit einem festen Gehalt sicher bestreiten zu können. Richtig glücklich gemacht hat es mich aber nicht. Mir hat einfach die Leidenschaft und das Feuer gefehlt. Das habe ich jetzt mit der Rückkehr zur Bühne wieder gefunden.

Wie fühlt es sich jetzt an, mit „Hallo Leben“ das Debütalbum in der Hand zu halten?

Sotiria: Das ist ein total krasses Gefühl. Ich habe mir für das Album Zeit gelassen und lange darauf hingearbeitet. Da war auch viele Liebe und Leidenschaft bei der Arbeit. Und dann kam die Spannung vor der Veröffentlichung. Man fragt sich, interessiert das, was ich gemacht habe, jemand da draußen. Und es waren ja auch sehr persönliche Geschichten, mit denen ich an die Öffentlichkeit gegangen bin – ich habe für die Musik meine Seele geöffnet. Und vor der ersten TV-Sendung war ich daher auch mächtig aufgeregt.

Und wie waren die Reaktionen?

Sotiria: Sehr, sehr positiv. Die Graf-Community hat mein Album gut angenommen. Ich freue mich gerade über jede Nachricht der Fans. Es ist toll, wenn sie schreiben, dass ihnen meine Songs Mut und Hoffnung machen, das sie etwas Besonderes damit verbinden. Das ist für mich der Grund, warum ich überhaupt Musik mache. Es ist ein tolles Gefühl, Menschen mit der Musik etwas Gute zu geben – wenn sie für dreieinhalb Minuten ein gutes Gefühl bekommen.

Was erwartet die Fans bei der Tour und dem Konzert am 22. November in der Kölner Kantine?

Sotiria: Da wird alles dabei sein. Ich habe im Moment 1000 Ideen für die Tour im Kopf und bin sehr aufgeregt vor den ersten eigenen Konzerten mit den Songs des Debütalbums. Ich bin sehr berührt, wenn dann die Fans bei den Auftritten die Stücke mitsingen. Präsentieren werden wir neben den neuen Songs auch einige Eisblumen-Lieder. Außerdem wird es auch ein kleines Akustikset geben, da bekommen die Stücke eine ganz andere Tiefe. Wichtig ist mir auch, dass ich nach dem Konzert zu den Fans für Autogramme und Fotos rausgehen kann. Da bekommt man ein sehr frisches und direktes Feedback.

Welche Beziehung haben Sie als Berlinerin zu Köln und dem Rheinland?

Sotiria: Ich liebe den Frohsinn der Menschen, den es so nirgendwo anders gibt. Es ist schön, wenn Menschen offen sind und auf einen zugehen. Berlin ist meine Heimat, aber die Menschen dort sind etwas verschlossener und zurückhaltender. Außerdem ist die Beziehung des Grafen zu Köln ja auch sehr eng.

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