Panorama Deutschland Nachrichten

Thüringer Verfassungsschutz: "Wir haben gewarnt"

Erfurt | Für den Präsidenten des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, kam der Anschlag von Halle prinzipiell nicht überraschend. "Der Modus Operandi ist nach den Anschlägen von Anders Breivik in Oslo, Brenton Tarrant in Christchurch und Patrick Crusius in El Paso, um nur einige Angriffe zu nennen, nicht neu. Wir haben davor gewarnt, dass es jederzeit auch in Deutschland passieren kann", sagte Kramer dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe).

Gleichzeitig warnte Kramer vor Rechtsextremismus in der Gamer-Szene im Internet. Teile der Szene seien eine Plattform für Rechtsextremisten, "um sich zu vernetzen und um sich gegenseitig in ihrem Hass zu bestärken, zu messen und zu motivieren. Alles vom Sofa zu Hause aus", sagte Kramer der Zeitung.

Der mit einer Helmkamera ausgerüstete Attentäter von Halle, Stephan B., war in Gamer-Plattform "Twitch" aktiv und hatte über sie seinen Anschlag live übertragen. Eine wichtige Rolle für Rechtsxtremisten in der Gamer-Szene nähmen "Shooter-Spiele" ein, sagte Kramer. "Hier entsteht für den entsprechenden Personenkreis, durch die Mischung von Hass, Gewalt, Maskulinität und Sexualität, ein Treibhaus zur Befriedigung und weiteren Radikalisierung".

Kramer selbst, ehemals Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und einziger jüdischer Verfassungsschutzchef, wird von Antisemiten bedroht. "Als Jude und Chef einer Sicherheitsbehörde bin ich gleich doppelt das Ziel von Hass und Hetze", sagte Kramer. "Auch ich spüre, wie viele andere Politiker, Behördenvertreter und politisch Engagierte, dass Gewaltandrohungen und Anfeindungen immer brutaler werden und mehr zum Alltag gehören".

Kramer betonte, "ich kontrolliere jetzt regelmäßig die Radmuttern an meinem Wagen", sagte er dem "Tagesspiegel".

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