Panorama Panorama Köln

13122018_Nikolausdorf

Wenn die Sonne untergeht, erstrahlt auch die Hahnentorburg am Rudolfplatz. Überhaupt bietet das Nikolausdorf einen grandiosen Anblicken. Nicht nur die vielen Leuchten lassen vor allem auch Kinderherzen höher schlagen.

„Nikolausdorf“ am Rudolfplatz: Der wohl familienfreundlichste Weihnachtsmarkt in ganz Köln

Köln | Rund 150.000 kleine LED-Leuchten illuminieren den Rudolfplatz und seine rund 60 Stände. Zum bereits fünften Mal findet hier der Weihnachtsmarkt „Nikolausdorf“ statt. Vor allem Familien mit Kindern haben die Organisatoren als Zielgruppe ausgemacht. Das bedeutet mehr als nur ein buntes Karussel für die Kleinsten.

Wie Franz Hansel vom Betreiber des Weihnachtsmarktes im Interview mit der Redaktion Report-k.de ausführte, steht vor allem das große Nikolaushaus, der größte Aufbau im gesamten Dorf mit seinen vier Türmen. Im Inneren gibt es für Kinder ein abwechslungsreiches Programm, geleitet von geschultem Personal. Für die Zeit zwischen 11 und 14 Uhr können sich Gruppen oder Schulklassen anmelden.

Wegen der großen Nachfrage muss der Betreiber bereits eine Warteliste einführen. Von 15 bis 19 Uhr gibt es ein offenes Programm mit ähnlichen Angeboten. Auch hier herrscht jeden Tag reger Zulauf, wie der Sprecher des Weihnachtsmarktes bestätigte. Neben dem obligatorischen Kinderkarussell haben die Betreiber auch bei der Gestaltung der Verkaufsstände auf Kinderfreundlichkeit geachtet. So sind die Tresen und Auslagen nicht höher als 70 Zentimeter, was den noch nicht ausgewachsenen Nachwuchs nicht unter den Tisch blicken lässt.

Dorfcharakter mit Platz, Bühne und Kappelle

Entsprechend dem Konzept „Nikolausdorf“ erinnert auch der gesamte Aufbau und Grundriss an eine Dorfgemeinschaft. Nachbauten historischer Laternen sowie die LED-Licht durchfluteten Gassen der Holzhütten vermitteln den Eindruck, in einem echten Weihnachtsdorf zu flanieren. Neben dem großen Nikolaushaus gibt es unter anderem eine Bühne, eine kleine Kappelle sowie natürlich Gasthöfe und Einkaufstraßen. Auch in der Kappelle stehen die Jüngsten im Fokus. Der Nikolaus erklärt hier den Kindern die Legende vom Nikolaus, wenn auch nur als Filmschleife von einem großen Monitor aus. Die Sieger des alljährlichen Krippenwettbewerbs (Preisgeld für den Sieger: 200 Euro) stehen in einer Nische und können so von den Miniatur-Holzbänken aus betrachtet werden. Bei Temperaturen knapp über dem Nullpunkt für jede Familie ein willkommener Anlass, inne zu halten.

Auf der „Dorfbühne“ gibt es täglich Programm zwischen 18 und 20 Uhr. Für die Macher des Weihnachtsmarktes ist dies ein wichtiger Treffpunkt, spielen doch zur offiziellen Eröffnung des Marktes, traditionell am Montag nach dem Totensonntag, bekannte Bands und Musikgruppen. „Bei der Eröffnung des ersten Weihnachtsmarktes vor vier Jahren gaben sich die Brings die Ehre, in diesem Jahr waren es die Paveier“, betonte Hansel. Da ist nicht nur der „Dorfplatz“ vor der Bühne gut gefüllt, ein guter Einstieg in die Vorweihnachtszeit, wie er durchblicken ließ.

Qualität bei den Angeboten im besonderen Augenmerk

Das Thema Qualität spielt für die Betreiber eine überragend wichtige Rolle, gerade in Sachen Ernährung. Auch wenn die Imbissstände die Klassiker wie Reibekuchen, Fritten und Würstchen anbieten. Jeder Anbieter muss auch Bio-Ware im Angebot haben. Hinzu kommen zahlreiche Gastronome und Anbieter, die bereits Wochen und Monate vor der Eröffnung für den Weihnachtsmarkt produzieren, ob Selbstgebranntes, Duftkerzen und -öle oder Honig. Auch Kunsthandwerk ist auf dem Markt vertreten, am liebsten solche, die vor Ort selbst produzieren.

Nach fünf Jahren hat sich der Betreiber erneut an der Ausschreibung beteiligt und soll offenbar auch für die nächsten fünf Jahre den Zuschlag erhalten. Das ist so etwas wie eine Bestätigung des Konzeptes und seine Umsetzung. „Wir haben und werden den Weihnachtsmarkt auch in den kommenden Jahren beständig weiterentwickeln. Es sind vor allem die vielen kleineren Änderungen, die den Gästen – viele davon kommen häufiger auf den Rudolfplatz – den Eindruck vermitteln, dass es in diesem Jahr noch etwas schöner aussieht“, so Hansel weiter. Der Erfolg in der städtischen Ausschreibung für den Weihnachtsmarkt scheint dem Betreiber Recht zu geben.

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