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Geldwäsche im Fußball: Vereine und Berater im Visier der Politik

Berlin | Im Kampf gegen Geldwäsche könnten die finanziellen Regeln für den Profifußball in Deutschland deutlich verschärft werden. Das berichtet das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe). Demnach befasst sich die Justizministerkonferenz der Länder mit einem Vorstoß aus Bremen, die Pflichten des Geldwäschegesetzes auf Vereine und Spielervermittler auszudehnen.

Bundesligaklubs müssten dann die Herkunft von Geldern genauer durchleuchten und dokumentieren sowie einen Verdacht auf Vermögenswerte aus Straftaten melden. "Bestechungs- und Korruptionsaffären, Geld aus ominösen Quellen, teils undurchsichtige Deals und Investoren – all das macht deutlich, dass der Sport besonders gefährdet ist, durch kriminelles Geld zersetzt zu werden", sagte Bremens Justizsenatorin Claudia Schilling (SPD), die aktuell den Vorsitz der Justizministerkonferenz innehat. Auch Fachpolitiker der Großen Koalition im Bund sehen Handlungsbedarf.

Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, sagte der Zeitung: "Wir prüfen, ob Profi-Fußball-Vereinen die gleichen Pflichten wie etwa Banken, Notaren oder Anwälten auferlegt werden sollten zur effektiveren Bekämpfung von Geldwäsche." Seine Fraktion werde diesen Vorschlag im laufenden Verfahren zur Reform der Geldwäschegesetzes vorbringen. "Wenn Profivereine erkennen können, dass Ablösezahlungen mit illegalen Geldern bezahlt werden, muss es eine Meldepflicht geben", so Fechner.

Hinweise auf finanzielles Foulspiel im Profifußball gibt es seit einiger Zeit. Wiederholt warnte die EU-Kommission, dass undurchsichtige Geldströme bei Transfers oder fragwürdige Honorare für Spielerberater ein Nährboden für Geldwäsche seien. Vergangenes Jahr rief die europäische Exekutivbehörde in einer Analyse zu den Risiken von Geldwäsche und Terrorfinanzierung dazu auf, stärker gegen die Unterwanderung der Profiligen mit schmutzigem Geld vorzugehen.

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