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Deutsche Co-Working-Standorte nur im Mittelfeld

Berlin | Die Digitalisierung ist in aller Munde und einer der Megatrends des 21. Jahrhunderts. In einer Studie hat der Community-Betreiber für Wohnungen, Spotahome, nun 56 Standorte in ganz Europa auf ihre Eignung für ortsunabhängiges Arbeiten unter die Lupe genommen. Auf gut deutsch: Welcher Standort ist der beste für das so genannte „Coworking“. Deutsche Standorte schaffen nicht den Sprung in die Top-20.

Für die Beurteilung der Standortqualität für so genannte „digitale Nomaden“ haben die Autoren insgesamt neun Kriterien herausgearbeitet. Neben digitalen Schlüsselfaktoren wie „Internet-Geschwindigkeit“, „Cafés mit kostenlosem Internet“ und der „Qualität der Coworking Spaces“ untersucht die Studie vor allem Faktoren, die einen Eindruck der Lebens- und Aufenthaltsqualität vermitteln. Dazu gehören die „Akzeptanz von Migranten“, „Grünflächen und Parks“, „Jährliche Sonnenstunden“ oder den Kosten für „Bier“ oder „Miete“. Auch die Startup-Bewertung spielt in die Gesamtbewertung ein.

Spanien, Australien und die USA in der Spitzengruppe doppelt vertreten

Die nordirische Hauptstadt Belfast konnte sich nach Addition aller Kriterien mit der höchsten Punktzahl von 6,05 durchsetzen. Auf den weiteren Plätzen folgen Lissabon (5,84), Barcelona (5,82), Brisbane (5,54) und Luxemburg (5,48). Mit Adelaide (5,46) folgt ein weitere australische Großstadt auf Rang 6. Auch Spanien kann mit Madrid (5,43) zwei Standorte in die Top 10. Auch die USA haben mit San Francisco (Platz 8 mit 5,43) und Miami (Zehnter mit 5,35) zwei Standorte in den Top Ten.

Auch Neuseeland bringt mit der Hauptstadt Wellington (Neunter mit 5,41) und Auckland (Elfter mit 5,33) zwei Hotspots in das Ranking ein. Lyon ist der beliebteste Standort in Frankreich, mit einer Bewertung von 5,22 liegt die Millionenstadt an der Rhone auf Rang 14. Genf liegt mit 5,1 Wertungspunkten auf Rang 18 und immer noch drei Plätze vor dem besten der drei untersuchten deutschen Standorte. Berlin als Nummer 21 erreicht mit 5,03 gerade noch die Fünf-Punkte-Schwelle. München schafft Rang 29 mit 4,83, die Finanzmetropole Frankfurt am Main kommt mit 4,53 gerade noch auf Rang 39. Schlusslichter in diesem Ranking sind – etwas überraschend – die Hotspots New York (54. mit 3,91 Wertungspunkten), Singapur (55. mit 3,62) und Hongkong (Letzter mit 3,31 Punkten).

Belfast mit dem schnellsten Internet an Nummer 1

Gesamtsieger Belfast punktet vor allem durch seine Höchstbewertung in Sachen Internet-Geschwindigkeit, Luxemburg erreicht die Höchstnote „10“ bei der Qualität der Coworking Spaces. San Francisco erreicht die „10“ bei der Startup-Bewertung, die neuseeländischen Standorte Wellington und Auckland überzeugen vor allem durch ihre Offenheit gegenüber Zuwanderern. Hier weisen die östlichen EU-Staaten und ihre Standorte wie Vilnius (1,57), Prag (0,87) oder Bratislava (0,21) die niedrigsten Werte auf. Schlusslicht mit einer glatten „0“ ist die ungarische Hauptstadt Budapest.

Bei den durchschnittlichen Mietkosten (für ein Ein-Zimmer-Appartement) schneidet die argentinische Hauptstadt Buenos Aires mit „10“ am besten ab. New York – wenig verwunderlich – liegt mit 0,66 Wertungspunkten abgeschlagen auf dem letzten Rang. Selbst die britische Metropole London kommt in dieser Kategorie mit 3,79 Punkten noch deutlich besser weg. Bei den kostenlosen Internet-Cafés liegt Edinburgh mit der Idealnote „10“ vorne. Die tschechische Hauptstadt Prag erhält die „10“ für die Bierpreise. Bei den Sonnenstunden liegt der Wüstenstandort Abu Dhabi vorne. Lediglich in der Kategorie „Parks und Grünflächen“ kommt keiner der 56 Standorte auf den Idealwert, dafür erhalten gleich 19 Standorte zwischen acht und neun Bewertungspunkte.

Hamburg, Köln oder Düsseldorf waren trotz ihrer Größe und Bedeutung nicht Teil der Untersuchung. Bei den Kriterien wollten die Autoren die der großen Bereiche Arbeiten, Leben, Spaß abdecken, jeweils mit drei Teilaspekten. Die Einzelbewertungen werden dann anhand des Maximal-Scores auf die Standorte und ihre Bewertungen heruntergerechnet. So wollen die Autoren eine gewisse Vergleichbarkeit der Bewertungen erreichen, erläuterten die Verantwortlichen abschließend zur Methodik.

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