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Symbolbild

Kunststoffhersteller haben zunehmend Lieferengpässe und Ausfälle

Berlin | Die Kunststofferzeuger haben zunehmende Lieferengpässe und -ausfälle. Hersteller können nach Angaben des Branchenverbands ihren Verpflichtungen nicht oder nicht voll nachkommen und rufen "Force Majeure" aus, also Höhere Gewalt.

"Derzeit häufen sich Fälle von Force Majeures innerhalb der Polymer-Wertschöpfungskette - diese Hersteller können ihre Lieferversprechen aufgrund exogener Effekte nicht einhalten", schreibt Carolina Hupfer, Leiterin des Geschäftsbereichs Markt und Wirtschaft im Branchenverband PlasticsEurope Deutschland, in einer Analyse, schreibt die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe).
"Beispiellose Turbulenzen auf den globalen Kunststoffmärkten" lautet der Titel. Die Folgen bekommen Abnehmer vieler Branchen zu spüren. Im Maschinenbau leidet etwa Ziehl-Abegg, ein Spezialist für Maschinen zur Kühlung und Lüftung aus Künzelsau.

Ihm droht der in Körnerform ausgelieferte Kunststoff auszugehen, das Granulat. "Wir haben nur noch Vorräte für zwei Wochen", teilte das Unternehmen mit. Eine Wende ist kurzfristig nicht in Sicht.

PlasticsEurope Deutschland befragte dazu seine Mitglieder. Ergebnis: "Ein schnelles Ende der angespannten Versorgungslage in der Polymerindustrie ist nicht in Sicht. Marktexperten erwarten, dass sich die Situation erst Ende des Jahres 2021 verbessern wird."

Für den Engpass gibt es eine Reihe Gründe, wie PlasticsEurope Deutschland darlegt. Die Pandemie ließ zu Beginn nachgebenden Bedarf vermuten, Kunststofflieferanten senkten im ersten Quartal 2020 Lagerbestände. Aber aus allen Industriesegmenten stieg die Nachfrage nach Massenkunststoffen, was seit Mitte vergangenen Jahres das Angebot zu einer Knappheit am Markt führt. Dazu komme der Bedarf an bestimmten Polymerrohstoffen für persönliche Schutzausrüstung gegen Corona. Die Pandemie senke die Produktivität von Chemie- und Kunststoffanlagen - weil Personal mit Symptomen plötzlich in Quarantäne müssten. Schließlich erwähnen die Hersteller den Vorfall im Suezkanal im März, als ein Containerschiff eine der verkehrsreichsten Handelsrouten blockierte. Industriekunden berichten zudem, Kunststoffhersteller hätten ihnen das Wetter als Grund genannt. Tatsächlich beeinträchtigten ein Hurrikan im vergangenen Sommer sowie ein Sturm im Februar die Arbeit petrochemischer Anlagen im Süden der Vereinigten St aaten. Sie stellen essentielle Vorprodukte für die Kunststoffhersteller her.

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