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NGG fürchtet "massive Pleitewelle" im Hotelgewerbe

Berlin | Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat nach dem Krisentreffen von Kanzlerin und Ministerpräsidenten vor einer "massiven Pleitewelle" im Hotelgewerbe gewarnt. "Dass es Bund und Länder erneut nicht zustande bekommen haben, einheitliche und verständliche Regeln für das innerdeutsche Reisen zu vereinbaren, ist ein Armutszeugnis", sagte Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagsausgaben). Diese Regeln würden jetzt schnell gebraucht.

Alle Teilnehmer des Corona-Gipfels hätten gewusst, "dass es klare, einheitliche Regelungen braucht, damit die Bevölkerung beim Kampf gegen Corona weiterhin mitzieht", sagte Zeitler. "Dass die Länderchefs beim Symbolthema Beherbergungsverbot trotzdem lieber weiterhin ihr eigenes Süppchen kochen wollen, ist ein ziemlich verheerendes Signal." Der NGG-Chef warnte: "Die Nichtentscheidung beim Corona-Gipfel kommt für die Hotels einem Lockdown auf Raten gleich: Es hagelt Stornierungen ohne Ende, viele Betriebe werden die kommenden Wochen ohne weitere Hilfen des Staates nicht überleben."

Zeitler kritisierte weiter: "Die Zeche für den politischen Eiertanz beim Beherbergungsverbot zahlen auch die Beschäftigten in den Hotels und Restaurants." Wer jetzt nicht sogar seine Arbeit verliere, müsse sich weiter durch Regelungschaos kämpfen und mit uneinsichtigen und vom Regelungschaos überforderten Gästen umgehen. "Diejenigen, die im direkten Gästekontakt arbeiten, müssen die Suppe auslöffeln."

Zeitler kritisierte, dass mehrere Monate offensichtlich ungenutzt geblieben seien, um einheitliche Regeln für die Übernachtung von Gästen zu finden. "Mit Blick auf die explodierenden Infektionszahlen kann einem angesichts dieser Schlafmützigkeit Angst und Bange werden." Er sagte: "Ich kann nur appellieren, dass man sich schnellstmöglich wieder an einen Tisch setzt und einen neuen Versuch startet, sonst droht eine massive Pleitewelle im Hotelgewerbe. Für viele Betriebe wird es am 8. November schon zu spät sein." Die Einrichtung einer Corona-Sperrstunde in besonders stark getroffenen Gebieten könne eine sinnvolle Maßnahme sein, sagte der NGG-Chef weiter. "Zu später Stunde und unter dem Einfluss von Alkohol verlieren viele leider die wichtigen Regeln, Abstand halten und Maske tragen, aus dem Blick."

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