Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

kuehe02stall

Schlachtung trächtiger Rinder: Kritik am Gesetzentwurf der Regierung

Berlin | Per Gesetz will die Bundesregierung das Schlachten trächtiger Rinder verbieten, doch am entsprechenden Entwurf gibt es Kritik. Sowohl die Grünen als auch eine Expertin der Bundesregierung fordern Nachbesserungen, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) vor der Abstimmung am Donnerstag im Bundestag. "Wir unterstützen diesen Gesetzentwurf nicht und appellieren an das Ministerium, ihn fachlich grundlegend zu überarbeiten", schreibt die Professorin Katharina Riehn laut Zeitung in einer Stellungnahme.

Die Wissenschaftlerin von der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften hatte für die Bundesregierung zum Thema geforscht und kritisierte jetzt in der Zeitung Ausnahmen, die der Entwurf zulässt. Damit falle die Bundesregierung hinter freiwillige Vereinbarungen zurück, die in einigen Bundesländern bestehen. Aus fachlicher Sicht sei das schwer nachzuvollziehen.

Weil die Ausnahmeregeln zudem sehr weit gefasst seien, schaffe das Gesetz mehr Probleme, als dass es welche löse, so Riehn. Die Grünen im Bundestag teilten die Kritik. Der agrarpolitische Sprecher Friedrich Ostendorff sagte der Zeitung: "Wir fordern Minister Schmidt auf, den Gesetzentwurf zurückzuziehen und die folgenschweren Ausnahmeregelungen zu streichen."

Nicole Maisch, tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion, kritisierte Schlupflöcher, die das Gesetz schaffe. Sie forderte: "Diese Einfallstore müssen zum Schutz der trächtigen Muttertiere und der ungeborenen Feten, die bei einer Schlachtung qualvoll ersticken, geschlossen werden."

Zurück zur Rubrik Wirtschaft Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Wirtschaft Deutschland

München | Die auf über eine Million gestiegene Zahl der Anträge auf Rente mit 63 löst unter Ökonomen Besorgnis und Kritik aus.

Stuttgart | Das Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hat dem Autobauer Daimler vorgeworfen, eine illegale Abschalteinrichtung beim Transporter-Modell Vito verwendet zu haben. Das KBA habe einen Bescheid zum Modell Vito mit 1,6-Liter-Motor und der Abgasnorm Euro 6 zugestellt, in dem man zu einem Rückruf aufgefordert worden sei, teilte Daimler am Donnerstag mit. Man werde gegen den Bescheid des KBA Widerspruch einlegen, so der Konzern.

auspuff_22092015d

Berlin | Angesichts der bundesweit ersten Diesel-Fahrverbote in Hamburg ab dem 31. Mai hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) die Autoindustrie an ihre Verantwortung erinnert: "Es darf nicht sein, dass Städte die Gesundheit ihrer Bürger nur noch mit Fahrverboten für alte Diesel schützen können", sagte Schulze den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS