Wirtschaftsnachrichten Wirtschaft Deutschland

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Tui sagt alle Reisen auf Balearen und spanisches Festland ab

Hannover | Nach der Reisewarnung für fast ganz Spanien hat der Reisekonzern Tui alle Pauschalreisen dorthin ab sofort und bis einschließlich 24. August angesagt. Nur die Kanarischen Inseln sind nicht betroffen. Kunden können wählen, ob sie für bereits geleistete Zahlungen ein Reiseguthaben zuzüglich eines Bonus von bis zu 150 Euro oder eine Rückerstattung haben wollen.

Kunden, die bereits vor Ort sind, sollen innerhalb der nächsten 7 Tage zurückreisen. "Aufgrund des veränderten Reise- und Sicherheitshinweises des Auswärtigen Amtes ist eine Weiterführung Ihres Urlaubes in Ihrer aktuellen Urlaubsregion nicht möglich", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. "Da Sie nun aus einem Risikogebiet einreisen, weisen wir Sie darauf hin, dass Sie bei Einreise nach Deutschland verpflichtet sind, sich einem Covid-19 Test zu unterziehen", so Tui.

Gesundheitsminister verteidigt Reisewarnung für Spanien

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Reisewarnung für Spanien mit all ihren Konsequenzen verteidigt. "Das ist kein Reiseverbot, aber die klare Ansage: Wer aus dem Spanienurlaub kommt, muss in Quarantäne, solange er kein negatives Testergebnis hat", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". "Und wer trotz der Warnung nach Spanien fährt, sollte sich und andere auch im Urlaub schützen. Partyurlaub ist in dieser Pandemie unverantwortlich." Der Minister bedauerte die Entwicklung ausdrücklich, sieht aber aufgrund der zuletzt stark gestiegen Zahl der Neuinfektion keine Alternative: "Ich weiß, wie sehr die Deutschen Spanien als Urlaubsland lieben. Und ich weiß, was diese Entscheidung für viele Urlauber, für Reisebüros oder auch für Spanien bedeutet. Aber leider steigen die Infektionszahlen dort stark, zu stark." Viele Reiseveranstalter haben nach der Einstufung Spaniens als Corona-Risikogebiet und der Reisewarnung der Bundesregierung ihre Pauschalreisen abgesagt.

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