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Wirtschaft kritisiert Ausschreibungsbedingungen für 5G-Auktion

Berlin | Vor der Sitzung des Beirats für die Vergabe der 5G-Mobilfunk-Frequenzen kritisieren Wirtschaftsvertreter die Ausschreibungsbedingungen der Bundesnetzagentur. "Vom künftigen Mobilfunkstandard 5G verspricht sich die deutsche Wirtschaft enorme volkswirtschaftliche Impulse", sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagsausgaben). "Allerdings drohen derzeit Versäumnisse der Vergangenheit wiederholt zu werden", warnte Dercks.

"So stellen die Auflagen für die Netzabdeckung allein auf die Versorgung von privaten Haushalten ab. Das ist aber ein zu enger Ansatz", kritisierte der Wirtschaftsvertreter. Auch die aktuell diskutierten zusätzlichen Versorgungsauflagen für ausgewählte Bahnstrecken, Autobahnen und Bundesstraßen entsprächen keineswegs den tatsächlichen Herausforderungen, so Dercks weiter.

"Unternehmen benötigen 5G Mobilfunk gerade auch in ländlichen Flächen und entlang aller Verkehrswege, also Straßen, Schienen, Wasserstraßen. Daraufhin muss die Bundesregierung die Prioritäten bei der Frequenzvergabe ausrichten", forderte Dercks. "Auch Landwirte und viele andere auf dem Land ansässige Unternehmen wollen künftig mit 5G arbeiten", sagte der Wirtschaftsvertreter weiter.

"Sie brauchen nicht nur die Möglichkeit, Daten herunterladen zu können. Unternehmen müssen vor allem auch große Datenmengen hochladen können." Mit den bisherigen Plänen werde sich eine wirtschaftlich sinnvolle Flächenabdeckung nicht erreichen lassen.

Dercks forderte einen aufeinander abgestimmten Ausbau gigabitfähiger Strukturen im Festnetz- und Mobilfunkbereich: "Was Deutschland jetzt zusätzlich braucht, ist der Mut, erkennbare Probleme auch auf unkonventionelle Weise zu lösen. Die Politik muss jetzt die richtigen Weichen stellen und dann schnell in die Umsetzung kommen."

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