Köln | Heute morgen meldete zwar das Robert Koch-Istitut (RKI) die Kölner Fallzahlen, aber nicht das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG NRW). Jetzt liegen alle Zahlen vor. Die Kölner Inzidenz ist tagesaktuell inkorrekt, da sie in den Folgetagen jeweils stark korrigiert werden muss. Die Corona-Meldelage für den 14. Januar für Köln und Deutschland.

Die Corona-Lage in Köln am 14. Januar.

Vom 7. bis 12. Januar überschreitet die Kölner Indizidenz den Wert von 500 und erreichte sogar einen Höchstwert von 633,6. Diese hohen Zahlen sind aber immer erst nach einigen Tagen mit Nachmeldungen erkennbar, daher haben die tagesaktuell gemeldeten Zahlen derzeit keine wirkliche Aussagekraft. Dennoch meldet das RKI heute für Köln eine 7-Tage-Inzidenz von 332,3 für den Zeitraum 8. bis 14. Januar. 1.099 neue Covid-19-Fälle registrierte die Behörde heute für Köln und keine neuen Todesfälle.

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26 Patient*innen werden in Köln aktuell mit einer Covid-19-Erkrankung in den Krankenhäusern behandelt. 18 von ihnen werden invasiv beatmet, so das DIVI-Intensivregister. 6,36 Prozent der Kölner Intensivbetten sind derzeit unbelegt.

RKI meldet 78.022 Corona-Neuinfektionen bundesweit – Inzidenz steigt auf 497,1

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen vorläufig 78.022 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 40 Prozent oder 22.133 Fälle mehr als am Samstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 470,6 auf heute 497,1 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Das ist wie schon in den letzten Tagen wieder ein Allzeithoch. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 855.500 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 188.200 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 235 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus.

Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 1.672 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 239 Todesfällen pro Tag (Vortag: 244). Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 115.572. Insgesamt wurden bislang 7,91 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungs-Inzidenz bei bundesweit 3,32

Die bundesweite Hospitalisierungsrate für Corona-Infizierte ist gegenüber dem Vortag gestiegen, aber immer noch niedriger als vor einer Woche. Das RKI meldete am Samstagmorgen zunächst 3,32 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden 7 Tagen (Freitag ursprünglich: 3,23, Samstag letzter Woche ursprünglich 3,46). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Wirklich vergleichbar sind nur die unkorrigierten Werte in Bezug zum gleichen Tag der Vorwoche, ansonsten gibt es Wochentagsverzerrungen. Am höchsten ist die Hospitalisierungsinzidenz laut der vorläufigen Daten weiterhin mit großem Abstand in Bremen (12,50). Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (5,53), Sachsen-Anhalt (5,04), Thüringen (5,00), Hamburg (4,80), Berlin (4,69), Schleswig-Holstein (4,67), Nordrhein-Westfalen (3,25), Baden-Württemberg (3,13), Saarland (3,05), Sachsen (2,96), Rheinland-Pfalz (2,78), Bayern (2,77), Brandenburg (2,73), Hessen (2,62) und Niedersachsen (2,29).

In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit vorläufig bei 3,50, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 1,65, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 2,80, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 2,50, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 3,76 und bei den Über-80-Jährigen bei 9,53 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.

Intensivmediziner: Können Omikron-Welle noch nicht ausmachen

Die Intensivmediziner sehen noch keinen Effekt der Omikron-Welle auf die Intensivstationen. „Derzeit können wir auf den Intensivstationen die Omikron-Welle noch nicht ausmachen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „In Punkto Covid-19-Patienten können wir zum Glück weiterhin rückläufige Zahlen vermelden.“

Donnerstag sei man wieder unter die Marke von 3.000 Covid-Patienten gefallen. Marx hob hervor, derzeit seien vor allem jüngere Menschen unter 35 Jahren mit Omikron infiziert. „Diese bilden deutlich seltener einen schweren Verlauf aus als ältere Menschen, sind also noch nicht oder nur vereinzelt Patienten auf unseren Intensivstationen.“

Erwartet wird laut Marx zudem, dass gegenüber der Delta-Variante, bei der etwa 0,8 Prozent aller Infizierten intensivmedizinisch versorgt werden mussten, deutlich weniger positiv Getestete einen so schweren Verlauf nehmen. „Sollten die Inzidenzen durch die sehr schnelle Verbreitung stark ansteigen, ist das dann natürlich trotzdem ein Problem“, warnte Marx. „Wir hoffen also, dass die Zahl der Covid-19-Patienten noch deutlich sinken kann, bevor die nächste Welle kommt.“

Allgemeine Corona-Impfquote erreicht 75,0 Prozent

Die Corona-Erstimpfquote liegt jetzt bei genau 75,0 Prozent. Sie kletterte damit binnen eines Tages um 0,1 Prozentpunkte, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervorgeht. 72,6 Prozent haben den vollen Schutz (+0,3 Prozent), 46,6 Prozent haben eine Auffrischungsimpfung (+0,7 Prozent).

Bei den 12- bis 17-Jährigen haben 61,8 Prozent wenigstens eine Impfung, 56,2 Prozent eine zweite Impfung, und 12,3 Prozent eine „Booster“-Impfung. Unter den besonders gefährdeten Über-60-Jährigen sind 88,4 Prozent mindestens einmal gegen Corona geimpft, 87,7 Prozent haben den vollständigen Schutz, 69,3 Prozent den „Booster“.

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