Köln | Im Kölner Umfeld sind die Inzidenzen sprunghaft gestiegen und in Köln meldet das Robert Koch-Institut (RKI) für den gestrigen Donnerstag 171 neue Covid-19-Fälle. Die Fallzahlen und Fakten zur Corona-Lage in Köln und Deutschland. Die Kliniken in Deutschland verzeichnen mehr Delta-Fälle.

Die Corona-Zahlen für Köln am 12. August

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171 neue Covid-19-Fälle meldet das RKI für den 12. August in Köln und für den Zeitraum 6. bis 12. August eine 7-Tage-Inzidenz von 55,5. Damit stabilisert sich die Kölner Inzidenz über dem Wert 50. Leverkusen, direkt neben Köln gelegen meldet eine Inzidenz von 57,4, der Oberbergische Kreis 61,8, Düsseldorf 64, Solingen 67,2, Wuppertal, 72,4, Bonn 72,5 oder Mönchengladbach 84,7. In Köln gab es am 12. August keine Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

In Köln befinden sich laut DIVI-Intensivregister 18 Patient*innen mit einer Covid-19-Erkrankung auf Kölner Intensivstationen und davon werden 8 invasiv beatmet.

RKI meldet 5.578 Corona-Neuinfektionen in Deutschland – Inzidenz steigt auf 30,1

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Freitagmorgen vorläufig 5.578 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 62 Prozent oder 2.130 Fälle mehr als am Freitagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 27,6 auf heute 30,1 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 43.000 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 13.000 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 19 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 99 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 14 Todesfällen pro Tag (Vortag: 15).

Damit liegt die Zahl der Todesfälle nun bei 91.853. Insgesamt wurden bislang 3,81 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Kliniken in Deutschland verzeichnen mehr Delta-Fälle

Die Krankenhäuser in Deutschland verzeichnen einen Anstieg von Corona-Patienten, die sich mit der Delta-Variante infiziert haben. „Die Neuaufnahmen auf Intensivstationen und auch die Hospitalisierungen insgesamt sind auf die Delta-Variante zurückzuführen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben).

Allerdings bewegen sich die Zahlen nach Gaß` Worten derzeit auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in den vorangegangenen Corona-Wellen.
Bisher sei zudem „nicht feststellbar, dass die Delta-Variante zu schwereren Krankheitsverläufen führt, weder insgesamt noch bei bestimmten Altersgruppen“, sagte Gaß. Auch sei in Altersgruppen, die besonders hohe Impfraten aufwiesen, „die Hospitalisierung deutlich zurückgegangen“. Laut dem Zentralregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) befanden sich bis Donnerstagnachmittag bundesweit 470 Covid-19-Fälle in klinischer Behandlung, 232 von ihnen wurden invasiv beatmet.

Im vergangenen Frühjahr mussten dagegen zeitweise mehrere Tausend Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Der Intensivmediziner und DIVI-Präsident Gernot Marx warnte jedoch davor, die derzeitige Lage zu unterschätzen. Im Moment seien zwar nur drei Prozent der Betten mit Covid-Patienten belegt.

„Doch wir dürfen uns nicht in falscher Sicherheit wiegen“, sagte Marx den Funke-Zeitungen. Derzeit sei wieder ein leichter Anstieg der Corona-Fälle auf den Intensivstationen zu beobachten. Die Quote werde in den kommenden Wochen bei weiter steigenden Infektionszahlen vermutlich größer werden.

Vor allem der vergleichsweise frühe Anstieg bei den stationären Corona-Behandlungen bereitet Marx Sorge. „Im Vergleich zum letzten Jahr steigt die Kurve in den Kliniken jetzt bereits seit Anfang August wieder an. Das ist mindestens einen Monat früher“, betonte Marx. Dank der Impfungen sei aber davon auszugehen, dass steigende Inzidenzen nicht auch gleichermaßen zu einer stärkeren Belastung der Kliniken führe.

Autor: red, dts

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