Seit dem vergangegen Dienstag (13.03.) gingen verdächtige Briefsendungen bei nordrhein-westfälischen Bundes- und Landtagsabgeordneten ein. Die Briefsendungen wurden auf dem Umschlag als "Wichtige Unterlagen zur 15. Bundesversammlung" bezeichnet. Laut Absenderangaben stammen diese Briefe von einer Person aus Baden-Württemberg. Auch im Bürgerbüro der SPD von Martin Dörmann, MdB und Jochen Ott, MdL, waren Briefe mit weißem Pulver angekommen. Die Polizei NRW stellte in den Umschlägen Einladungen für ein fiktives Gala-Diner am Vorabend der Wahl des neuen Bunedspräsidenten, kleine Metallkügelchen, sandartiges Pulver und Fast-Food- Gutscheine sicher. Die kriminaltechnischen Untersuchungen hierzu dauern noch an. Es haben sich bislang aber keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass von den Briefen eine Gefahr ausgeht. Dies erklärte nuun das Landeskriminalamt. In Nordrhein-Westfalen wurden bislang 15 Briefsendungen festgestellt. Eine erste kriminaltechnische Begutachtung der pulverförmigen Substanz im LKA NRW hat ergeben, dass es sich um Sand handelte.

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) koordiniert die landesweiten polizeilichen Maßnahmen. Das LKA NRW wird über die örtlichen Polizeibehörden alle nordrhein-westfälischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie die nordrhein-westfälischen Mitglieder der Bundesversammlung über die Briefsendungen und die polizeiliche Bewertung hierzu informieren und Verhaltensempfehlungen geben. Gesicherte Erkenntnisse zu den Absichten des Absenders der Briefe liegen noch nicht vor. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an.

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