Bagdad | Bei einem Autobombenanschlag im westirakischen Gouvernement Diyala sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben detonierte die Bombe auf einem Markt, auf dem zahlreiche Menschen das Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert hatten. Unter den Opfern seien viele Frauen und Kinder.

Zu dem Anschlag in der etwa 30 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Kleinstadt bekannte sich die radikalislamische Miliz „Islamischer Staat“. Mit dem Attentat habe man die Tötung von Sunniten in der Region vergelten wollen. Die Gruppierung kontrolliert weite Teile der Region.

Gauck kondoliert nach Anschlag irakischem Präsidenten

Bundespräsident Joachim Gauck hat nach dem Attentat am Freitag dem Präsidenten des Irak, Fouad Masum, kondoliert. „Mit großer Bestürzung habe ich die Nachricht von dem kaltblütigen Attentat bei Bagdad erhalten, bei dem über hundert Menschen ums Leben kamen“, so Gauck am Samstag. „Das barbarische Vorgehen des `Islamischen Staates` macht fassungslos und erschüttert mich zutiefst. Deutschland wird Sie im Kampf gegen diese Terrororganisation weiter nach Kräften unterstützen, in der Hoffnung, dass das irakische Volk endlich in Frieden leben kann.“ Im westirakischen Gouvernement Diyala war am Freitag bei Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan eine Autobombe detoniert. Zu dem Anschlag hatte sich der „Islamische Staat“ bekannt.

Autor: dts