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Baugrube am Waidmarkt

Archiv-Einsturz: Ursachen-Forschung verzögert sich

Köln | aktualisiert 17:54 Uhr | Drei Jahre nach dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs in Köln verzögern sich die Ermittlungen zur Ursache. Die Vorbereitungen für den Bau einer Grube, aus der Beweise zur Klärung des Unglücks gesichert werden sollen, seien wegen Bedenken eines Prüfstatikers vorerst eingestellt worden, sagte eine Sprecherin der Kölner Stadtverwaltung.

Die Stadt Köln bestätigte heute, dass es zu Bauverzögerungen an der Bergungsbaugrube am Waidmarkt kommt. Dort war in den vergangenen Wochen die sogenannte „Bergungsbaugrube“ bis auf eine Höhe von 36 Metern mit Beton aufgefüllt worden. Auch die restlichen Meter sollten mit dem speziellen Verfüllbaustoff „Terra Flow“ gefüllt werden. Zugleich sollte die Grube durch  einen nördlich und einen südlich gelegenen Betonstützbalken als Aussteifung gestützt werden.

Statiker forderte erneute Prüfung

Inzwischen hat laut Stadt der Prüfstatiker die Vorlage einer Nachberechnung der Statik und gegebenenfalls  weitere statische Maßnahmen angefordert. Diese Nachberechnungen wurden unmittelbar durch die Stadt Köln an ein Statikbüro in Auftrag gegeben und werden derzeit mit Hochdruck durchgeführt, erklärte die Verwaltung heute. Dazu hat die Stadt Köln inzwischen den Stuttgarter Geotechniker, Prof. Christian Moormann, Institut für Geotechnik der Universität Stuttgart, mit der Koordination der verschiedenen statischen Lösungsmöglichkeiten mit den Forderungen des Prüfstatikers beauftragt. Die Stadt Köln rechnet damit, dass Anfang der kommenden Woche eine den Forderungen des Prüfstatikers genügende und den Anforderungen des Gerichtsverfahrens und der Staatsanwaltschaft entsprechende Lösung vorliegen wird. Die Stadt Köln prüft, in der Zwischenzeit baubegleitende Maßnahmen vorzuziehen, um mögliche Folgen der Bauverzögerung zu reduzieren. Die Verwaltung kündigte an, alles daran zu setzen, den für September 2012 vorgesehenen Beginn der Besichtigungsbaugrube noch einzuhalten bzw. eine Verzögerung zu minimieren.

Für das so genannte „Besichtigungs-Bauwerk“ sollte eine 12 Meter lange, fünf Meter breite und rund 33 Meter tiefe Grube ausgehoben werden. In dieser Grube hätten dann Taucher die Schlitzwand untersuchen können. Der Bau dieses Besichtigungsbauwerkes sollte rund ein Jahr dauern. Ende 2013 hätte dann die Beweisführung durch das Gericht, die Staatsanwaltschaft und weitere Gutachter beendet werden können.

Am 3. März 2009 war das Archiv zusammengestürzt und hatte zwei Menschen in den Tod gerissen. Bei dem Unglück wurden kostbare Dokumente, Akten, Handschriften und Testamente auf einer Länge von 30 Regalkilometern verschüttet, darunter auch der Nachlass von Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll (1917 bis 1985). 95 Prozent wurden geborgen und werden nun restauriert. Die Schadenssumme liegt bei einer Milliarde Euro. Ursache und Schuldfrage sind nach wie vor ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung gegen unbekannt. Die Kosten allein für die Restaurierung werden auf 400 Millionen Euro geschätzt. Nach Angaben des Archivs wurden 35 Prozent des wertvollen Bestandes schwerst beschädigt, die Hälfte weist schwere und mittlere Schäden auf. Allein 15 Prozent sind mit leichten Macken davongekommen.

Lesen Sie hier: Baugrube soll für Beweissicherung vorbereitet werden >>>

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