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Symbolische Schlüsselübergabe für die neue Anlaufstlle von Polizei und Ordnungsamt: Domprobst Gerd Bachner, OB Henriette Reker und Polizeipräsident Uwe Jacob (v.l.)

Gemeinsame Anlaufstelle von Polizei und Ordnungsamt zieht vom Bahnhofplatz zum Roncalliplatz

Köln | „Die Fischbude vor dem Hauptbahnhof ist Geschichte“, freut sich Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob und meint damit das Sicherheitsmobil, das bislang dort stand. Seit diesem Mittwoch haben Polizei und städtisches Ordnungsamt eine neue gemeinsame Anlaufstelle für das Domumfeld: Im ehemaligen Kurienhaus des Erzbistums am Roncalliplatz.

Das Sicherheitsmobil war die Reaktion auf die Silvester-Ereignisse von 2015. „Mit der neuen Anlaufstelle haben wir das Domumfeld noch ein gutes Stück sicherer gemacht“, sagte OB Henriette Reker am Mittwoch bei der symbolischen Schlüsselübergabe durch Domprobst Gerd Bachner. Die Hohe Domkirche ist Besitzer des Kurienhauses, das 2020 abgerissen werden soll. Bis dahin läuft der Mietvertrag, die Höhe der Miete wird nicht genannt.

„Das sieht doch schon gut aus“, meinte Reker, als sie die neuen Räume betrat. Ein bisschen kahl sind die 135 Quadratmeter noch. Im „Empfangsraum“ stehen hinter einem Tresen zwei Schreibtische mit Computer, an der Wand ein Plan von der Domumgebung. Daran schließt sich ein weiterer Arbeitsraum an, dazu noch eine Küche und zwei Toiletten.

Bei Bedarf können die Öffnungszeiten erweitert und Personal aufgestockt werden

„Die Anlaufstelle ist keine Wache“, betont Jacob, dafür fehlten etwa Räume für eine Gewahrsamnahme. Doch Anzeigen können hier entgegen genommen werden. Dafür stehen je ein Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt bereit. Zwei Doppelstreifen – ebenfalls paritätische besetzt – werden während der Dienstzeit in der Umgebung von Dom und Hauptbahnhof patrouillieren. Die Öffnungszeiten sind zunächst von 12 bis 20 Uhr, können aber Karneval oder während der Weihnachtsmärkte ausgeweitet werden. Auch das Personal soll bei Bedarf aufgestockt werden. „Wir werden da flexibel reagieren“, verspricht Jacob.

Zwar weisen zwei Schilder neben dem Eingang und darüber auf die „Anlaufstelle Dom“ hin. Doch noch liegt sie etwas versteckt am Fuß der Treppe, die im Süden auf den Roncalliplatz führt. Die attraktiveren und weithin sichtbareren Eingangsräume zur ehemaligen Buchhandlung Kösel oberhalb der Treppe waren schon anderweitig vermietet, erklärte Bachner. Jacob und Reker künden aber kurzfristig auffällige Hinweisschilder an.

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