Köln Nachrichten Köln Nachrichten

Hausbestzung_elster230_PR_29072019

Hausbesetzung Vogelsanger Straße 230 – DB sagt: Haus muss sofort abgerissen werden

Köln | In der Vogelsanger Straße 203 in Köln-Ehrenfeld ist ein Haus besetzt. Die Deutsche Bahn (DB)sagt, das Haus müsse abgerissen werden, die Besetzerinnen zeigten die Immobilie Architekten und wollen die Besetzung nicht, wie von der DB gefordert, aufgeben, um dann zu verhandeln. Die Besetzerinnen haben einen offenen Brief an die DB geschrieben.

Auf Nachfrage dieser Internetzeitung teilte eine Bahnsprecherin mit: „Die Deutsche Bahn steht in Kontakt mit einer Vertreterin der Hausbesetzer. Das Gebäude ist durch die Nähe zu stromführenden Leitungen und notwendiger Brandschutzauflagen nicht für den dauerhaften Aufenthalt von Personen und damit für eine Nutzung als Wohnraum geeignet. Im Falle eines Verkaufs muss das Gebäude gegebenenfalls sogar abgerissen werden. Insofern ist eine Umnutzung im Sinne der Besetzerinnen und Besetzer nicht realistisch. Die Deutsche Bahn hat die Hausbesetzer aufgefordert, das Gebäude wieder zu verlassen.“

Besetzerinnen zeigen Architekten das Haus

Die Besetzerinnen sprechen davon, dass etwa die Brandschutzauflagen nur vorgeschobene Lappalien seien. Auch die Nähe zu den Oberleitungen wird als Argument für einen Abriss des Gebäudes in Frage gestellt. So schreiben die Besetzerinnen am 26. Juli: „Erst gestern waren Architekt*innen in der Elster zu Besuch, um sich ein erstes Bild von dem baulichen Zustand des Gebäudes zu machen. Sie kamen zu dem Schluss, dass das Gebäude alles andere als marode wirkt. Von einer Gefahr wegen Leib und Leben war in diesem Gespräch an keiner Stelle die Rede. Die Nähe zu den Oberleitungen scheint den Häuserbau auf der anderen Straßenseite der Vogelsangerstraße auch keines Falls zu beschränken.“

Für die Frage nach der Haftung, etwa des Eigentümers DB, bieten die Besetzerinnen an, diese im Binnenverhältnis von dieser freizustellen, wie es bei langlebigen Modellen in Köln bereits praktiziert werde. Auf die Forderung der DB, das Haus zu verlassen und dann zu verhandeln, werden die Besetzer nicht eingehen, da sie sonst ihre „einzige reelle Verhandlungsbasis“ verlören. Weiter heißt es: „Wir sehen Besetzungen als legitimes politische Mittel gegen immer teurere Mieten und die Vertreibung von Frei- und Kulturräumen aus der Innenstadt. Wir haben die Schnauze voll von Lippenbekenntnissen und leeren Versprechungen – deswegen nehmen wir die sinnvolle Nutzung von Räumen selbst in die Hand!“

Besetzerinnen zitieren DB Immobilien und DB-Stiftung

In dem offenen Brief an die DB beziehen sich die Besetzerinnen auf Angebote der DB Immobilien für ehemalige Gebäude des Unternehmens, die dieses heute nicht mehr benötigt und verkaufen will. Auf der Homepage der DB Immobilien wirbt das Unternehmen mit den Worten „Viele nicht mehr für den Bahnbetrieb benötigte Empfangsgebäude suchen neue Eigentümer bzw. Ideen, die sie aus dem Dornröschenschlaf wecken.So gibt es bereits Objekte die nicht nur zum Wohnen umgenutzt wurden, sondern mittlerweile Veranstaltungsräume oder Künstlerateliers sind.“ Die Besetzerinnen sprechen jetzt davon, dass ihre Wunschimmobilie an der Vogelsanger Straße 230 zwar nicht in der Suchmaske zu finden gewesen sei, aber trotzdem entdeckt wurde. Auch die DB-Stiftung wird zitiert, die von Solidarität in der Gesellschaft spricht. In dem besetzten Haus in Ehrenfeld hätten, so die Besetzerinnen obdachlose Frauen eine Unterkunft gefunden.

Die Besetzerinnen sprechen davon über ein realistisches Finanzierungsmodell zu verfügen und fordern die DB auf zu verhandeln. Sie tauften das Projekt „Elster 230“. Die Polizei Köln soll sich mittlerweile Zugang zu dem Gebäude verschafft haben und Personalien aufgenommen haben.

Zurück zur Rubrik Köln Nachrichten

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Köln Nachrichten

demirci_step_21082019

Oberbürgermeisterin Henriette Reker empfängt den Kölner Journalisten und Sozialarbeiter Adil Demirci, der 14 Monate in einem türkischen Gefängnis festgehalten wurde.

Köln | „Sie sind nicht nur ein Opfer, sondern auch ein Mann, der sich unbeugsam für europäische Werte einsetzt. Dafür können wir Ihnen nicht genug danken“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker beim Empfang für den Journalisten Adil Demirci gestern Nachmittag im Historischen Rathaus. Der Kölner war unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung am 18. April 2018 in der Türkei festgenommen worden.

Die Bedeutung digitaler Angebote wird größer. Diese werden als Erweiterung und nicht als Konkurrenz verstanden.

Köln | Die Digitalisierung nimmt im Alltag der Menschen eine immer größere Rolle ein. Dem trägt die Kölner Volkshochschule in ihrem Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen zunehmend Rechnung, indem sie ihr digitales Angebot verstärkt. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen den Zeitraum und den Ort des Lernens selbst bestimmen wollen. „Das bedeutet aber nicht, dass wir die Präsenskurse aufgeben wollen, vielmehr sind die digitalen Angebote eine Erweiterung unseres Programms“; betont der Amtsleiter der VHS, Jakob Schüller, bei der Vorstellung des Programms im zweiten Semester des Jubiläumsjahres. Die Einrichtung feiert 2019 ihr 100-jähriges Bestehen.

wehrle_2112012

Köln | Der Geschäftsführer des 1.FC Köln, Alexander Wehrle, hat die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker für ihren Vorstoß zum FC-Ausbau am Geißbockheim kritisiert. Das Thema Klimanotstand mit den Plänen zu verknüpfen, halte er für fragwürdig, sagte Wehrle der Kölnischen Rundschau. "Selbstverständlich haben wir diverse Gutachten in Auftrag gegeben, das Klimagutachten kommt nicht zu dem Ergebnis, dass drei Fußballplätze das Klima in Köln nachhaltig schädigen."

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >