Kultur Bühne

bauturm_ehu_16052018

Theater im Bauturm bringt in der Spielzeit 2018/19 vier Romane auf die Bühne

Köln | Geplant war es nicht, aber das Ergebnis spricht für sich und schärft das Image des Theaters im Bauturm für ein originäres Programm mit zeitaktuellen Bezügen: Die für die kommende Spielzeit 2018/19 ausgesuchten Premieren sind ausschließlich eigene Roman-Dramatisierungen beziehungsweise eigene Stücke.

Eröffnet wird die Spielzeit am 22. September mit Hans Falladas „Kleiner Mann – was nun?“. Der Schriftsteller wurde in den letzten Jahren wiederentdeckt, Susanne Schmelcher (sie erhielt den österreichischen Nestroy-Preis in der Kategorie Beste Bundesländer-Aufführung) hat sich für ihre erste Inszenierung in Köln die erst vor zwei Jahren erschienene ungekürzte Urfassung vorgenommen, will die darin weitgehend unbekannten Beschreibungen von Arbeitswelt und Gewerkschaften herausarbeiten.

Von Felix Rexhausen, dem Kölner Satiriker und Vorkämpfer für die Gleichberechtigung Homosexueller, kommt der Roman „Lavendelschwert“ als letzte Premiere der Spielzeit auf die Bühne: Die „Dokumentation“ einer fiktiven Revolution – doch was ändert sich, nachdem Schwule die Macht übernommen haben. Oder für heute nachgefragt: Hat die „Hochzeit für alle“ in Deutschland eine Revolution ausgelöst?

In der kleinen Guckkasten-Bühne hat auch ein Pottwal Platz

Dazwischen gibt es noch „Moby Dick“, inszeniert von Kieran Joel, verantwortlich auch für den aktuellen Besucherliebling „Don Quijote“ – „wir kriegen auch einen Pottwal auf unsere kleine Bühne“, verspricht Theaterchef Laurenz Leky, der ganz verliebt in die kleine Guckkastenbühne ist.

Zu entdecken gilt es „Amazonas“, einen weitgehend unbekannter Roman von Alfred Döblin über die Eroberung und Kolonialisierung Südamerikas. Ein Thema, das auch in der Eigenproduktion „Kongo!“ aufgegriffen. Der Untertitel „Ein postkoloniales Triptychon“ verweist auf deren Entstehungsgeschichte, die auf zwei Stücken beruht, in denen Leky seine eigenen Erfahrungen als Entwicklungshelfer im Kongo verarbeitete. Ergänzt werden sie durch einen Beitrag eines in Kongolesen, der die bisherige Hilfe aus dem Ausland strikt ablehnt.

Trude Herr und der Affe Petermann sind weiter dabei

13 Stücke aus dem derzeitigen Repertoire werden wieder aufgenommen, darunter auch der Dauerbrenner „Kunst“, der schon seit 1995 auf dem Programm steht. Auch die Produktionen, die sich den Kölner Legenden Trude Herr und Petermann widmen, sind weiter zu sehen. Ebenso das Saisonstück „Weihnachtsfeier. Ein Betriebsunfall“ und „Der siebte Kontinent“ über die Vermüllung der Welt durch Plastik.

Kurzfristig Neues gibt es auch noch in dieser Spielzeit. Am 26. Juni startet mit „Unverlangt angelehnt – denn sie wissen nicht, was sie spielen“ eine Reihe, die abgelehnte Theaterstücke auf ihre Brauchbarkeit untersucht. Am 14. Juli gibt es das erste Doppelkonzert mit Kölner Bands: Es spielen Jules Ahoi & The Deepsea Orchestra und Oteo. Titel der Reihe: „Ruhestörung im Bauturm“. Klezmer-Musik mit Dalia Schaechter und Bert Oberdorfer ist vom 5. bis 7. Juli zu hören. Am 14. und 15. Juni feiert das Bass-Saxophon-Quartett „Deep Schrott“ seinen 10. Geburtstag im Bauturm-Theater.

Schließlich verspricht Chefdramaturg Rene Michaelsen: „In der Spielzeit 2019/20 hat auch wieder ein fertiges Theaterstück Premiere.“

Zurück zur Rubrik Bühne

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bühne

05122018_Theaterpreise1

Köln | Gut 200 Inszenierungen feierten in den vergangenen 12 Monaten auf der Bühnen der freien Kölner Theaterszene Premiere. Jetzt wurden die besten in vier Kategorien prämiert – dazu die beste Darstellerin, der beste Nachwuchsdarsteller und einen Ehrentheaterpreis gab es auch noch. Traditionsgemäß feierte sich die Szene im Saal des Komed-Hauses im Mediapark.

30112018_Unverlangt_TiB

Köln | Ein Improvisationstheater der besonderen Art bietet das Theater im Bauturm mit „Unverlangt abgelehnt“ im Zwei-Monats-Rythmus an: Vier Schauspielerinnen wird der Text aus einem bekannten Stück vorgelegt, den sie nun interpretieren müssen. Der Haken: Aus dem Text wurde alles entfernt, was auf die ursprüngliche Quelle verweisen könnte.

DIRTY_DANCING_c_Jens_Hauer_10

Köln | Am morgigen Donnerstag bis zum 9. Dezember tanzen Baby und Johnny wieder in Köln zu „Time of my life“. „Dirty Dancing“ ist zurück im Musical Dome von Köln. Es ist eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Welt. In Köln startet die Herbsttour des Musicals durch Deutschland und die Schweiz.

Ehrenamtspreis Köln 2018

ehrenamtspreis_zusammen_31082108neu_klein

Die Kölner Ehrenamtspreisträger 2018

In einer Multimedia-Reportagereihe beschäftigte sich report-K Redakteur Ralph Kruppa im Vorfeld des Kölner Ehrenamtstages am 2. September 2018 mit den Gewinnern des Ehrenamtspreises der Stadt Köln in den Kategorien Einzelpersonen und Vereine/Initiativen. Ergebnis ist eine Serie, die eine beeindruckende Vielfalt an Themen sowie einen Einblick in die Geschichten der einzelnen gewürdigten Persönlichkeiten zeigt.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN