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Johanniter NRW stellten neue Spezial-Einsatzeinheit vor

Köln | 200 Katastrophenschützer der Johanniter trainierten am vergangenen Samstag, 14. Oktober, bei Köln mit ihren Spezialfahrzeugen wie Quads, Unimogs und Geländewagen sowie Drohnen und Hubschrauber die Rettung von vermissten Menschen in einer Extremwetterlage. Bei der Vorstellung der neuen geländegängigen Einsatzeinheit „UNIKE-NRW“ (Universelle Katastrophenschutz-Einheit) für NRW auf dem Truppenübungsgelände Wahner Heide wurde ein realistisches Szenario geübt.

„Eine 20-köpfige Gruppe von Outdoor-Sportlern wird von einem schweren Unwetter mit Hochwasser überrascht und muss nach dem Notruf gefunden, medizinisch versorgt, evakuiert und in Krankenhäuser transportiert werden. Unsere Einsatzkräfte haben heute unter schwierigen Bedingungen hervorragend gearbeitet. Vom Finden der Gesuchten mittels Drohne über die medizinische Versorgung der Verletzten und den Transport mit geländegängigen Unimog-Krankenwagen und Rettungshubschrauber lief es richtig rund“, so Richard Krings, verantwortlicher NRW-Fachbereichsleiter Einsatzdienste der Johanniter.

Landesvorstand Magnus Memmeler: „Wir haben erkannt, dass wir Johanniter mit UNIKE bei Extremwetterlagen einen Mehrwert für die betroffenen Kommunen und Städte bieten, den es so noch nicht gab. Die UNIKE agiert autark und kann von Behörden mit Sicherheitsaufgaben rund um die Uhr im Jahr bei unserer Melde- und Informationszentrale in Köln angefordert werden.“

Großübung mit Bundeswehr

Beobachtet wurde die Übung der Johanniter-Unfall-Hilfe unter Beteiligung der Bundeswehr, mehrere Vertreter von Ministerien, Bezirksregierungen und Medien, erklärt die Johanniter-Unfall-Hilfe. Zugleich sollen auch die zivil-militärische Zusammenarbeit mit dem Landeskommando Nordrhein-Westfalen geprobt worden sein. Insgesamt waren 50 Fahrzeuge und ein Rettungshubschrauber der Johanniter-Luftrettung bei der Großübung im Einsatz. Damit trainierten die Retter die Übergabe von Patienten aus dem Behandlungsplatz an die Luftrettung. Am Rande des Übungsgeländes wurde ein so genannter „Behandlungsplatz 50“ aufgebaut, in dem 50 verletzte Menschen betreut werden können. Rund 20 Mimen sollen die Vermissten und Verletzten gespielt haben. Sechs Johanniter leiteten die Übung. Dutzende Helfer sorgten in der Johanniter-eigenen Feldküche aus Gelsenkirchen und mit dem Betreuungsplatz 200 für die Verpflegung aller Beteiligten, erklärt die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Hintergrund: Die Universelle Katastrophenschutzeinheit (UNIKE-NRW)

Die Johanniter sind seit Jahren eine tragende Säule im Katastrophenschutz in Deutschland und NRW. Sie beobachten seit Jahren eine Zunahme an Einsatzlagen, die extremwetterbedingt sind oder unter erschwerten Witterungsbedingungen ablaufen. Um sich frühzeitig für die neuen Herausforderungen bspw. von Überschwemmungen und Schneechaos zu wappnen, investierten die Johanniter in den vergangenen Jahren systematisch in die Ausbildung und Ausrüstung ihrer Katastrophenschützer.

In NRW werden diese Kräfte nun erstmalig zu einer eigenen, autarken Einsatzeinheit gebündelt. Die UNIKE-NRW untersteht keiner Bezirksregierung oder einer örtlichen Gefahrenabwehr. Deshalb kann jede Behörde und Organisation mit Sicherheitsaufgaben diese Einheit 24/7 anfordern.

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