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2016 besonders wenig Todesopfer bei zivilen Passagierflügen

Hamburg | 2016 dürfte als ein besonders sicheres Jahr in die Geschichte der zivilen Luftfahrt eingehen. Bis Weihnachten starben bei Flugzeugunglücken im Zusammenhang mit Passagierflügen weltweit nach Berechnung der dts Nachrichtenagentur 275 Menschen. Im 2015 waren es weltweit je nach Zählweise zwischen 521 und 560 Todesopfer.

Im Jahr 2014 waren fast tausend Menschen bei Flugzeugunglücken ums Leben gekommen - viermal mehr als im Vorjahr. 2013 war gemessen an der Zahl der Todesopfer das bis dahin sicherste Jahr in der zivilen Luftfahrt der letzten Jahrzehnte gewesen. Und auf genau diesem Niveau dürfte 2016 auch wieder liegen - allerdings bei weiter deutlich angestiegenem Passagieraufkommen.

Der Absturz der russischen Maschine am Sonntag mit über 90 Todesopfern wird in der Statistik nicht berücksichtigt, da es sich um eine Militärmaschine und überwiegend Soldaten an Bord handelte. Das schlimmste Flugzeugunglück in der zivilen Luftfahrt war 2016 hingegen der Absturz von LaMia-Flug 2933 am 29. November in Kolumbien. Von 77 Menschen an Bord starben bei dem Unglück 71, darunter auch viele Mitglieder der brasilianischen Fußballmannschaft Chapecoense, was für besondere Aufmerksamkeit rund um den Globus und für Schweigeminuten bei Bundesliga-Spielen sorgte.

Besonders viel Glück hatten im Februar die Passagiere von Daallo-Airlines-Flug 159. Kurz nach dem Start in Mogadischu mit Ziel Dschibuti zündete ein Terrorist eine Bombe. Die Explosion riss ein Loch in die Rumpfhülle des Airbus A321-100, wodurch der Attentäter aus der Kabine gesogen wurde und ums Leben kam. Darüber hinaus wurden lediglich zwei Passagiere verletzt, den Piloten gelang eine Notlandung in Mogadischu.

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