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Bundeskanzleramt rechnet mit Rezession

Berlin | Das Bundeskanzleramt erwartet für dieses Jahr einen fortgesetzten Abschwung der deutschen Wirtschaft. "Für das dritte Quartal zeichnet sich abermals ein leichter Rückgang des Bruttoinlandsprodukts und damit eine technische Rezession ab", heißt es in einer Vorlage des Kanzleramts, über die der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Im zweiten Quartal war die Wirtschaftsleistung bereits um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft.

Die Experten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rechneten nun für die Zeit von Juli bis Oktober mit einem ähnlichen Rückgang. "Eine Reihe von Frühindikatoren, die eine Signalwirkung bis weit in die zweite Jahreshälfte haben, deutet darauf hin, dass die schwache Industriekonjunktur weiter anhalten dürfte", heißt es in der Vorlage weiter. Als positiv werde darin hervorgehoben, dass die Binnenkonjunktur noch intakt sei.

"Eine gravierende Krise der deutschen Wirtschaft ist dennoch nicht zu erwarten, sofern die Handelsauseinandersetzungen nicht eskalieren und es zu keinem ungeregelten Brexit kommt", heißt es in der Vorlage des Kanzleramts, über die der "Spiegel" berichtet. Für kurzfristige "konjunkturstabilisierende Maßnahmen" sehe man daher "keinen Anlass." Die Kanzleramtsbeamten hofften, dass am Ende des Jahres unter dem Strich dennoch ein minimales Plus beim Wirtschaftswachstum stehe.

Im ersten Quartal 2019 hatte die deutsche Wirtschaft um 0,4 Prozent zugelegt.

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