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Gröhe: Reanimation soll bundesweit in Schulen gelehrt werden

Berlin | Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will die Wiederbelebung von Menschen bundesweit im Unterricht an den Schulen etablieren. "Wir wollen alle Schulen in Deutschland mit einem Ausbildungskonzept für Lehrer unterstützen, das im Rahmen des `Nationalen Aktionsbündnisses Wiederbelebung` ausgearbeitet werden soll", sagte Gröhe den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). Der Minister weitet damit eine politische Initiative der neuen schwarz-gelben Landesregierung in Nordrhein-Westfalen auf den Bund aus.

CDU und FDP in NRW haben in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass Reanimation künftig an allen Schulen des Landes gelehrt werden soll. Bereits 2014 hatte die Kultusministerkonferenz den Ländern diese Praxis empfohlen. Der Vorschlag: Ab der siebten Klasse sollen sich zwei Unterrichtsstunden pro Jahr der Wiederbelebung widmen, mit entsprechend geschultem Lehrpersonal.

"Leider sind dem noch nicht alle Länder gefolgt", sagte Gröhe den Funke-Zeitungen. Nach aktuellen Zahlen des Deutschen Reanimationsregisters erleiden in Deutschland mindestens 50.000 Menschen pro Jahr außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur zehn Prozent der Betroffenen überleben.

Das unverzügliche Einleiten einer Herzdruckmassage durch Zeugen einer Notsituation könnte 10.000 Menschenleben zusätzlich retten. Der Schulunterricht soll das nötige Wissen dazu vermitteln. "Bei der Herzdruckmassage ist es wie mit dem Fahrradfahren und dem Schwimmen: einmal richtig gelernt, nie mehr vergessen", sagte Gröhe.

Das Land NRW hat zum Schuljahresbeginn 2017/18 das Modellprojekt "Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen" gestartet. Laufzeit: drei Jahre. "Wir wollen die Wiederbelebungskompetenzen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften in Nordrhein-Westfalen stärken", sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) den Funke-Zeitungen. Bislang nehmen über 100 öffentliche Schulen und private Ersatzschulen an dem NRW-Projekt teil. Die fachliche Unterstützung kommt von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten (BDA) sowie dem Deutschen Rat für Wiederbelebung (German Resuscitation Council, GRC). "Wenn auch nur ein Menschenleben durch das im Projekt vermittelte Know-how gerettet werden kann, hat es sich schon gelohnt", sagte Gebauer.

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