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EU fordert sofortige Freilassung Nawalnys

Brüssel/Moskau | Die Europäische Union fordert von Russland die sofortige Freilassung von Alexei Nawalny. "The detainment of Alexey Navalny upon arrival in Moscow is unacceptable", sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Sonntagabend. "I call on Russian authorities to immediately release him", ergänzte er.

Der Kreml-Kritiker Nawalny war unmittelbar nach der Landung in Moskau festgenommen worden. Das bestätigten mittlerweile auch die russischen Behörden. Nawalny werden in Russland mehrere Vergehen vorgeworfen, darunter Verleumdung und Betrug, und insbesondere soll er gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben.

Das wurde am Abend auch als Grund für die Inhaftierung genannt. Der Oppositionspolitiker wirft seinerseits dem Kreml und dem Geheimdienst vor, im letzten August einen Giftanschlag auf ihn verübt zu haben. Die russischen Behörden waren vor der angekündigten Rückreise nicht müde geworden, zu betonen, dass Nawalny nach der Landung festgenommen werde, ganz offensichtlich um ihn aus Russland fernzuhalten.

Am Flughafen Moskau-Wnukowo, wo das Linienflugzeug der russischen Billigairline Pobeda laut Plan am Abend aus Berlin kommend landen sollte, hatten sich hunderte Anhänger Nawalnys versammelt - kurzerhand wurde die Maschine an den Flughafen Moskau-Scheremetjewo umgeleitet.

Maas verlangt unverzügliche Freilassung Nawalnys

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat Russland zur sofortigen Freilassung von Alexei Nawalny aufgefordert. Nawalnys Verhaftung sei "völlig unverständlich", ließ sich Maas am Montag vom Twitter-Account des Auswärtigen Amtes zitieren. "Für ihn müssen das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit und der Schutz der Bürgerrechte gelten, an die Russland durch Verfassung und internationale Verpflichtungen gebunden ist." Der Kreml-Kritiker sollte "unverzüglich freigelassen werden", so Maas.

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