Wirtschaftsnachrichten Bildung

Bildungsministerin gegen allgemeines Handyverbot an Schulen

Berlin | Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich gegen ein Handyverbot an Schulen nach französischem Vorbild ausgesprochen. "Was die Franzosen machen, ist ihre Entscheidung. Aber wir haben bei uns zuhause gute Erfahrungen mit dem differenzierten Umgang mit Handys gemacht", sagte Karliczek dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben).

"Ganz zu Anfang gab es auch bei uns Handy-Ordnungen und -verbote. Aber der Umgang mit den Smartphones entwickelt sich", sagte die CDU-Politikerin. "Angesichts der vielen Möglichkeiten, die Handys bieten, wäre es falsch, sie nicht verantwortungsvoll zu nutzen. Warum soll ich noch ein Wörterbuch zur Hand nehmen, wenn ich eine Übersetzung mit dem Smartphone erledigen kann?", sagte Karliczek dem RND. "Im Übrigen nutzen Verbote oft wenig, sondern machen die Dinge nur interessanter. Sicher, ein paar Regeln braucht es und die Nutzung sollte nach pädagogischen Grundsätzen geschehen und darf nicht ablenken", so Karliczek.

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Weitere Nachrichten aus Bildung

Berlin | Die Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, Dorothee Bär (CSU), hat die Forderung nach einem Handy-Verbot für unter 14-Jährige scharf zurückgewiesen und sich stattdessen dafür ausgesprochen, "Digitalkunde" als Pflichtfach ab der Grundschule einzuführen. Eine solches Schulfach ab der ersten Klasse sei "unbedingt" notwendig. "Bildung ist ohne digitale Bildung nicht mehr denkbar", sagte Bär dem "Handelsblatt".

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Köln | Die „Initiative : mehr Gesamtschulen in Köln“, hervorgegangen aus der Arbeitsgruppe Bildung und Erziehung, fordert die Stadt Köln auf vorrangig mehr Gesamtschulen in Köln einzurichten. Aktuell schließt die Stadt Köln das Anmeldeverfahren für das kommende Schuljahr. Im Jahr 2018 konnten fast 1.000 Bewerbungen für Kölner Gesamtschulen nicht berücksichtigt werden, da schlichtweg keine Plätze vorhanden waren. Seit Jahren fehlen in Köln Gesamtschulplätze. Die Initiative aus Lehrern und Pädagogen fordert daher eine Priorisierung auf den Bau und die Einrichtung von Gesamtschulen.

Berlin | Das Handwerk fordert drei Jahre Übergangsfrist bei Einführung der von der Bundesregierung geplanten Mindestausbildungsvergütung. "Ohne Frist bekäme in einigen Gewerken sonst ein Lehrling im ersten Lehrjahr mehr als einer im zweiten oder dritten Lehrjahr", sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagausgaben). Erst wenn die Frist abgelaufen sei, solle eine Mindestausbildungsvergütung überall bezahlt werden müssen.

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