In der Nacht auf Sonntag steuerte ein betrunkener Radfahrer bei Lövenich auf die A1. Symbolfoto: Bopp

Köln | In den kommenden zwei Wochen kommt es in den Nächten immer wieder zu Sperrungen einzelner Fahrstreifen auf der A1 im Westen Kölns zwischen den Anschlussstellen Köln-Lövenich und Köln-Bocklemünd.

Diese Sperrungen kündigte die Autobahngesellschaft an:

• Montagnacht (4./5.9.) sowie Montagnacht (11./12.9.), je von 21 bis 5 Uhr, ist die A1 in Fahrtrichtung Koblenz auf eine Spur verengt. 

• Dienstagnacht (12./13.9.), von 20 bis 5 Uhr, ist die A1 in Fahrtrichtung Koblenz auf zwei von drei Spuren verengt. 

• Dienstagnacht (5./6.9.) sowie Dienstagnacht (12./13.9.), je von 21 bis 5 Uhr, ist die A1 in Fahrtrichtung Dortmund auf eine von drei Spuren verengt. 

• Montagnacht (11./12.9.), von 20 bis 5 Uhr, ist die A1 in Fahrtrichtung Dortmund auf zwei von drei Spuren verengt. 

Die Autobahngesellschaft will mit den Maßnahmen den Asphalt konservieren. Dies geht aber nur wenn die Witterung passt. Es kann also noch zu Verschiebungen bei den Terminen kommen.

Der Hintergrund der Asphalt-Konservierung

Die Autobahngesellschaft will durch die Methodik der Asphaltkonservierung (ASKO) den Prozess der Asphaltalterung verlangsamen. Dies Sanierungsmethode wird auf unterschiedlichen Streckenabschnitten der Bundesautobahnen A1, A4 oder A61 in der Region Köln angewandt. So erklären die Techniker die Asphaltkonservierung: „Im Straßenbau wird heutzutage ausschließlich Bitumen (kein Teer) als Bindemittel im Asphalt eingesetzt. Dieses Bitumen besteht aus einer festen Phase, den Asphaltenen, und einer öligen Phase, den Maltenen. Diese Maltene sind für die Bindung und Flexibilität des Straßenbelags verantwortlich. Durch Witterungseinflüsse wie Hitze, Wasser oder Frost und Oxidation entweichen die Maltene jedoch. Dadurch wird das Bindemittel spröde und im Asphalt bilden sich Risse und Ausbrüche.  Bei der Asphaltkonservierung wird nun ein Naturbitumen mittels Rampenspritzgerät auf die Asphaltoberfläche aufgesprüht und gleichzeitig mit Splitt abgestreut. Das Naturbitumen dringt in die Deckschicht ein und versiegelt die wichtigen Öle und Harze und bildet eine wetterbeständige Schutzschicht. So kann die Lebensdauer der Asphaltdeckschicht deutlich verlängert und aufwendige Erhaltungsmaßnahmen zeitlich verzögert werden. Ein weiterer positiver Aspekt dieser Form der Erhaltung ist, dass somit größere Fahrbahnabschnitte im Rahmen von wenigen Nachteinsätzen erhalten werden können und somit die Einschränkungen und Behinderungen für den Verkehr auf ein Minimum reduziert werden können. Im Nachgang zu den Maßnahmen wird die Geschwindigkeit für einige Zeit auf Tempo 80 km/h im bearbeiteten Bereich reduziert.“

ag