Kundus ist in der westlichen Welt vor allem als Kriegsschauplatz bekannt. Doch wie sieht das Leben in Kundus, der Alltag zwischen Aufständischen und dem ausländischen Militär aus? Welche Lebensentwürfe, Ziele und Träume lassen sich angesichts zunehmender Einschränkungen überhaupt noch formulieren? Das Hörtheater "Schleier über Kundus" erzählt die Geschichte dreier Menschen vor Ort: Ein Wahlbeobachter engagiert sich voller Hoffnung auf demokratische Verhältnisse und wird bitter enttäuscht. Eine 18-jährige Radiojournalistin redet über Fortschritte in ihrem Leben, obwohl sie gezwungen ist, die Burka zu tragen. Ein Schüler dreht seinen ersten Film in einer Stadt, in der das letzte Kino gerade geschlossen wurde, weil die globale DVD-Kultur auch hier Einzug gehalten hat. Während der Aufnahmen zu dem Feature explodieren erneut drei Tanklaster, diesmal mitten in der Stadt. Unfall oder Anschlag? Ein merkwürdiges Schweigen liegt über diesen und anderen Vorgängen.
 
Schleier über Kundus
von Martin Gerner
10. September 2011, ab 18 Uhr
Der Eintritt ist frei

[cs, Foto: Rainer Sturm | www.pixelio.de]

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