Köln | Aktuell verharrt die Inzidenz in Köln zwischen 55 und 60. Es gab am gestrigen Freitag keinen weiteren Todesfall in Köln, so das Robert Koch-Institut (RKI). Die Corona-Lage in Köln und Deutschland am 15. Oktober. Die Stadt Köln empfiehlt eine mRNA-Booster-Impfung für Menschen mit Johnson & Johnson-Impfung. Die Hospitalisierungs-Inzidenz sinkt leicht.

Die Corona-Lage in Köln am 15. Oktober

Das RKI meldet für den gestrigen Freitag 127 neue Covid-19-Fälle für Köln. Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Zeitraum 9. bis 15. Oktober bei 58,4 und ist damit minimal angestiegen verharrt aber über der Grenze von 55. In den Kölner Intensivstationen werden laut DIVI-Intensivregister aktuell 28 Patient*innen mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt und davon 18 invasiv beatmet. Die Lage auf den Kölner Intensivstationen zeigt sich zudem ein wenig entspannter da die Zahl der freien Intensivbetten auf 6,07 Prozent anstieg.

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An den Kölner Schulen sind derzeit 225 Schülerinnen und 24 Mitarbeiterinnen an Covid-19 erkrankt. In den Kölner Kindertagesstätten gibt es 41 infizierte Kinder und 18 Mitarbeiter*innen, die sich infiziert haben. An den Kölner Schulen seien bislang 1.587 Impfungen durchgeführt worden, meldet die Stadt Köln.

Die Stadt Köln schließt zum 31. Oktober ihr Testzentrum am Breslauer Platz. Dort würden seit Tagen die Zahlen für Testungen nur noch im niedrigen zweistelligen Bereich liegen, seit die Testungen kostenpflichtig wurden.

Booster für Johnson & Johnson Impflinge

Die Stadt Köln sagt, dass bei rund 10 Prozent der Kölner Impfungen Johnson & Johnson verimpft wurde und verweist jetzt auf die Ständige Impfkommission, die bereits nach vier Wochen eine mRNA-Booster-Impfung empfiehlt. Diese können Johnson & Johnson-Impflinge bei der Impfstelle im Kölner Gesundheitsamt am Neumarkt in Anspruch nehmen. Die Stadt schreibt: „Die Impfstelle ist montags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr, donnerstags von 11 bis 19 Uhr sowie freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr geöffnet. Eine Terminvereinbarung ist online möglich, aber nicht erforderlich.“ Im Kölner Gesundheitsamt sind seit dem 1. September in der Impfstelle 6.190 Impfungen vorgenommen worden.

RKI meldet 10.949 Corona-Neuinfektionen deutschlandweit – Inzidenz steigt auf 70,8

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Samstagmorgen vorläufig 10.949 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 24 Prozent oder 2.095 Fälle mehr als am Samstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 68,7 auf heute 70,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 129.000 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 2.600 mehr als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 75 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 423 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 60 Todesfällen pro Tag (Vortag: 59).

Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 94.601. Insgesamt wurden bislang 4,37 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Hospitalisierungs-Inzidenz sinkt leicht auf 2,00

Die bundesweite Hospitalisierungsinzidenz für Corona-Infizierte ist gesunken. Das RKI meldete am Samstagmorgen zunächst 2,00 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden 7 Tagen (Freitag ursprünglich: 2,02). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Trotzdem zeigen sie den Trend richtig an. In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz vorläufig bei 0,96, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,52, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,21, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 1,38, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 2,85 und bei den Über-80-Jährigen bei 7,56 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner. Die Hospitalisierungsinzidenz gilt seit dem Sommer offiziell als der wesentliche Indikator für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen, eine einheitliche Schwelle ist aber nicht definiert.

In Baden-Württemberg ist beispielsweise ein Wert von 8,0 über alle Altersgruppen eine erste Hürde, ab 12,0 gilt eine Alarmstufe.

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