v.l.: Stellvertretend für Caritas international nehmen Sara Sefrin (Fundraising) und Carmen Witte-Yüksel (Vorstandsmitglied Caritasverband Köln) einen symbolischen Scheck in Höhe von 3000 € für die Erdbebenhilfe von Caritas international von den angehenden Pflegefachkräften Lina Ließmann, Andi Baumgarten und Jette Desmedt entgegen. | Foto: Caritasverband für die Stadt Köln e.V.

Köln | Sie haben Waffeln verkauft, mit Spendendosen auf der Domplatte Geld gesammelt und Blut in der Uniklinik gespendet. 78 angehende Pflegekräfte aus vier Ausbildungskursen sammelten gemeinsam im Rahmen eines Projkettags Spenden. Mit ihrer Sammelaktion kamen 3.000 Euro für die Nothilfe von Caritas international für die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien zusammen. Die Spende übergaben die jungen Azubis gestern Mittag, 18. April, an Carmen Witte-Yüksel vom Kölner Caritasverband, die den Scheck stellvertretend für Caritas international entgegennahm.

Am 6. Februar hatten zwei Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 7,8 den Süden der Türkei und den Norden Syriens schwer getroffen. Dabei kamen nach Behördenangaben mehr als 50.000 Menschen in der Türkei und fast 6000 Menschen in Syrien ums Leben. Weitere hunderttausende Menschen wurden verletzt und obdachlos. Die Bilder aus den Erdbebenregionen lösten unter den Auszubildenden nicht nur großes Entsetzen aus, sondern auch der Wunsch, den Menschen in den betroffenen Regionen helfen zu wollen, stieg stetig weiter. „Das steckt einfach in uns drin, das Gefühl der gesellschaftlichen Verantwortung über Grenzen hinweg“, so Lina Ließmann, Auszubildende zur Pflegefachfrau im Kölner Caritas Bildungszentrum für Pflege.

Also sammelten die Auszubildenden Ideen für einen Projekttag, an dem sie etwa Waffeln verkauften oder Blut spendeten. Pflege-Azubi Andi Baumgarten ging trotz Angst zur Blutspende: „Die Empathie mit den Betroffenen war in dem Moment wichtiger als meine Angst. Und wir konnten auf diese Weise doppelt helfen, mit der Blutspende Menschen hier vor Ort und mit der Geldspende“.

Die Resonanz auf die Sammelaktion der Pflege-Azubis sei positiv ausgefallen, so die Auszubildene Jette Desmedt. Sie und weitere Auszubildende verkauften Waffeln im St. Elisabeth-Krankenhaus in Hohenlind. Jeder der spendete, bekam eine Waffel. „Da waren viele großzügig und haben Geldscheine bis zu 50 € für den guten Zweck in die Dose gesteckt.“

rs