Das Bild zeigt einen Teil des Fahrradbusses in Köln-Nippes am 22. September 2023. | Foto: Grümer

Köln | „Sei vorsichtig an der Straße!“ Oft hört man diesen Satz in der Nähe von Schulen. So auch in Köln. Die Stadt Köln startete bereits Pilotprojekte, bei denen 4 Schulstraßen eingerichtet wurden. Die Schüler und Schülerinnen, Eltern und Lehrer, sowie Lehrerinnen und Lehrer der IOGS Kretzerstraße in Köln-Nippes machten sich heute Morgen, 22. September für eine Schulstraße stark.

Heute Morgen war die Straße vor der IOGS Kretzerstraße für Fahrzeuge gesperrt und für Kinde und Fahrräder geöffnet. Es soll eine Schulstraße her. Eine Schulstraße umfasst die temporäre Öffnung iner oder mehrerer Straßen im Umfeld einer Schule. Schulstraßen sollen einen Schutzraum für die Kinder darstellen Im Umkehrschluss gilt in einer Schulstraße ein temporäres Kfz-Durchfahrtverbot.

Das Durchfahrtverbot gilt bei den Kölner Pilotprojekten zu Schulbeginn und zu Schulende.

Der Fahrradbus in Köln

Als weitere Aktion organisierten Eltern, sowie Schülerinnen und Schüler heute Morgen einen sogenannten Fahrradbus. Dieser Fahrradbus bestand aus Kindern und Eltern, die gemeinsam mit ihren Fahrrädern zu verschiedenen Schulen fuhren. Der Fahrradbus startete am Schillplatz und stoppte zunächst an der Maternus Grundschule. Danach radelte der „Bus“ zur Bülow-/Blücherstraße, bevor er Stopp an der Mathilde-von-Mevissen Grundschule machte. Der vorletzte Stopp lag an der Kautschuk/ Josephine-Clouthstraße. Zuletzt kam der Fahrradbus gegen 8.25 Uhr an der IOGS Kretzerstraße an.

Ein Fahrradbus bildet eine gut sichtbare Gruppe. Die Sicherheit soll somit höher sein, als wenn die Kinder alleine unterwegs sind. Mit dem Fahrradbus fordern Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, sowie Schülerinnen und Schüler sichere Schulwege und die Anbindung der Schulen an die Radverkehrsnetze.

Mehr Inklusion für Schülerinnen und Schüler

Neben dem Fahrradbus gibt es heute noch weitere Aktionen, bei denen Schülerinnen und Schüler ihre Forderungen nach einer sicheren und gleichberechtigten Nutzung des öffentlichen Raums. Die Konrektorin der IOGS Kretzerstraße erklärte gegenüber report-K: „Es gibt keine richtigen Sitzmöglichkeiten für die Kinder. Zusätzlich haben wir zu wenig bis gar keine Fahrradständer. Und leider ändert sich einfach nichts. Daher gibt es heute Aktionen für Kinder rund um Die Schule, bei der wir auf die Missstände aufmerksam machen wollen.“

So gab es etwa die Aktion „Die Straße mit Legosteinen verschönern“, beider Kinder, Legosteine auf der Straße aufbauen können. Der Unterricht wurde heute ebenfalls nach draußen verlegt.

agr