Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei der heutigen Pressekonferenz am 12, November 2021. | Foto: Screenshot

Berlin | dts | Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Entscheidung verteidigt, Bestellobergrenzen für den Biontech-Impfstoff festzulegen. Als Grund gab er am Montag in der Bundespressekonferenz vorübergehend begrenzte Kapazitäten an. Die Nachfrage nach dem Impfstoff sei in den letzten zwei Wochen sehr stark gestiegen.

Alleine in dieser Woche gingen sechs Millionen Biontech-Dosen in die Versorgung in Deutschland. „Das ist mehr als es bisher überhaupt insgesamt an Auffrischimpfungen gegeben hat“, so Spahn. Das müsse zudem auch erst einmal verimpft werden.

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Es sei zuletzt leider der Eindruck entstanden, dass man nur deshalb stärker auf den Impfstoff von Moderna setze, um einen Verfall im ersten Quartal 2022 zu vermeiden: Das sei zwar ein wichtiger Aspekt, „aber nicht der Entscheidende“, sagte der CDU-Politiker. Vielmehr leere sich das Biontech-Lager so schnell, dass man ab der nächsten Woche „vorübergehend nicht mehr als zwei bis drei Millionen Dosen des Biontech-Impfstoffs pro Woche“ für die Versorgung zur Verfügung stellen könne. Es werde aber alles, was man zur Verfügung stellen könne, ausgeliefert.

Bis Jahresende stünden 24 Millionen Biontech-Dosen zur Verfügung, vom Moderna-Impfstoff bis zu 26 Millionen Dosen. Insgesamt belaufe sich die Menge an Impfdosen bis Jahresende demnach auf 50 Millionen. „Es ist genug Impfstoff für alle anstehenden Impfungen da. Und beide Impfstoffe wirken“, sagte der Gesundheitsminister.

Corona-Impfquote steigt auf 70,5 Prozent

Die Zahl der erstmaligen Corona-Impfungen in Deutschland ist bis Montag auf 58,63 Millionen angestiegen. Das zeigen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die bundesweite Impfquote (ohne Zweitimpfungen) stieg damit gegenüber Samstag um 0,1 Punkte auf 70,5 Prozent der Bevölkerung.

Den vollständigen Impfschutz haben mindestens 56,53 Millionen Bürger, was einer Quote von 68,0 Prozent entspricht (Samstag: 67,9 Prozent), 7,0 Prozent haben eine Auffrischungsimpfung (Samstag: 6,7 Prozent). Von den 12- bis 17-Jährigen haben 50,2 Prozent mindestens eine Impfung erhalten, von den 18- bis 59-Jährigen 73,5 Prozent und von den Über-60-Jährigen 87,1 Prozent. Im Sieben-Tage-Mittel liegt die Zahl der Erstimpfungen mittlerweile bei rund 54.000.

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