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Dr. Agnes Klein, Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport und Marvin Stutzer, Vorsitzender des Kölner Jugendrings.

Jugendbefragung Köln: Jugend will eine saubere Stadt

5000 Kinder und Jugendliche wurden in Köln befragt. 94 Prozent leben gerne in Köln. Es gibt zahlreiche Verbesserungsvorschläge.

Köln | 94 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren leben gerne in Köln. 71 Prozent beurteilen die Bildungsmöglichkeiten als gut und 61 Prozent sind politisch engagiert. Das ergab eine Jugendbefragung, die von der Stadt vom 9. April bis zum 1. Juli 2018 durchgeführt wurde. Von den 70.000 möglichen Befragten haben sich 5000 beteiligt – aus allen Altersgruppen, Schulformen und Stadtteilen. Damit ist die Umfrage laut der Organisatoren weitgehend repräsentativ.

Eine ähnlich breit angelegte Befragung in einer deutschen Millionenstadt gab es bislang nur in München, wo sich 1300 Kinder und Jugendliche beteiligt haben. Der Großteil der Kölner Befragten hat sich online beteiligt, es gab aber auch Papierfragebögen. Vor, während und nach der Befragung wurden zahlreiche Workshops mit Jugendlichen angeboten. Beteiligt an der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung waren der Kölner Jugendring und die Bezirksschülervertretung.

Bei der „Wohlfühlstadt“ Köln wurden besonders das allgemeine Wohlbefinden, die guten Bildungsmöglichkeiten und das gute Freizeit-, Sport- sowie Kulturangebot genannt. Eher kritisch gesehen werden in Köln die Sauberkeit, die Mobilität, das Wohnungsangebot und das Bild, das die Öffentlichkeit von der Jugend hat.

Verbesserungsbedarf gibt es auch bei der Sicherheit, wo Licht, Kameras und mehr Polizeipräsenz an Angstorten gefordert werden. Der Wunsch nach einer besseren Mobilität betrifft den Radverkehr genauso wie Bus und Bahn. So werden mehr Radwege und ein Ausbau des ÖPNV in Randgebiete und Nachtzeiten als notwendig angesehen. Auch ein günstiger Jugendtarif steht auf der Wunschliste. Dazu kommen im Rechtsrheinischen und in Chorweiler der Mangel an Grünflächen, Treffpunkten im Freiem, Ausgeh- und Einkaufsmöglichkeiten sowie Verbesserungen beim ÖPNV.

Rund 61 Prozent der Jugendlichen interessieren sich für Politik. Verbesserungsvorschläge sind hier eine Senkung des Wahlrechts auf 16 Jahre und ein Politikunterricht in der Schule, der sich mehr an aktuellen Ereignissen orientiert. Bei den politischen Aktivitäten stehen vor allem die U-18-Wahl sowie Wahlen ganz allgemein, Flashmobs und Demonstrationen hoch im Kurs.

Ehrenamt

60 Prozent der befragten Jugendlichen engagieren sich ehrenamtlich. Einsatzbereiche sind vor allem Sport-, Karnevals- und Tanzvereine aber auch Schulen, Hochschulen und Kirchen. Für das Ehrenamt spricht der Spaß, Interesse an Themen und die Möglichkeit, etwas zu lernen sowie etwas zu verändern. Gegen das Engagement spricht der Zeitmangel etwa durch G8 oder andere Freizeitaktivitäten. Wünsche sind hier mehr Infos durch Apps und Internet sowie ein kostenfreies ÖPNV-Ticket für Ehrenamtler.

Gefragt wurde auch, wie Kinder und Jugendliche ihre Freizeit nutzen. Hoch im Kurs liegen Musik hören (98 Prozent), Fernsehen, DVD, Youtube, Streamen (97 Prozent), Sport treiben (90 Prozent) und nichts tun/Chillen (87 Prozent). Als Aktivitäten in der Freizeit wurden Essen und Trinken gehen (87 Prozent), Zeit in der Natur verbringen (84 Prozent) und der Besuch von Konzerten, Kino, Theater & Co (80 Prozent) genannt.

Informationen und Beratung suchen Kinder und Jugendliche vor allem beim Umgang mit Recht und Verträgen, Ausbildung, Schule und Beruf sowie bei der Suche nach einem Nebenjob. Hauptinfoquelle ist dabei das Internet. Hier wird eine neue Jugend-App sowie flächendeckendes W-Lan gewünscht. Neben dem Internet sind Freunde und Familie die wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um Ratschläge geht.

In der kommenden Woche gehen die Ergebnisse der Befragung zunächst in den Jugendhilfeausschuss sowie nachfolgend in betroffene Ausschüsse wie Schule, Stadtentwicklung und Sport. Die Ergebnisse sind außerdem die Basis für die Arbeit des Jugendbüros, das in der kommenden Woche eröffnet wird. „Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an. Dafür haben wir nun die Grundlage geschaffen. Die Jugendlichen haben ein klares Bild von der Zukunft Kölns. So wünschen sich viele zum Beispiel ein autofreies Zentrum“, berichtet Jugenddezernentin Agnes Klein.

„Wichtig war, dass die jungen Menschen von Anfang an bei der Gestaltung der Befragung dabei waren. Wir haben ein Format gebraucht, mit dem Jugendliche auch etwas anfangen können. Es ging darum, Bedürfnisse ganz konkret zu formulieren und an die Stadt weiterzugeben. Es wurden so ganz konkrete Anliegen sichtbar. Das Kinder- und Jugendbüro ist ab der kommenden Woche ein Ort, an den diese Anliegen gerichtet werden können“, erklärt Marvin Stutzer, als Vorsitzender des Kölner Jugendrings.

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