Köln Nachrichten Kölner Karneval

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Brian O´Gott mit seiner coolen Einkaufstütennummer

Vorstellabend im Rhein-Erft-Kreis: 21 Künstler wie am Schnürchen präsentiert

Pulheim | Die Sonne versinkt im Westen Kölns, die Strohballen sind aufgetürmt und in Pulheim drehen sich die Karussels beim Herbstvolksfest. Zeitgleich schunkeln die Karnevalisten des Karnevalsverbandes Rhein-Erft im Hans-Köstert-Saal schon beim ersten Song den die Kölner Husaren grün-gelb nach ihrem Einmarsch intonieren, als wäre tiefste Session. Der Karnevalsverband Rhein-Erft ist mit 167 Mitgliedsvereinen von Brühl bis Wesseling so etwas wie das Festkomitee Kölner Karneval und hatte zum Vorstellabend nach Pulheim geladen.
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Report-K führte am Rande des Vorstellabends Interviews mit den Bands, Künstlern und Tanzgruppen: Musikcorps Kölner Husaren grün-gelb, Brian O´Gott, Kölschraum, den Rezag Girls, den Fidelen Fordlern, Altreucher, Kai Kramosta und Moderator Jürgen Sender. Die Links zu den Interviews finden Sie am Ende des Artikels.
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Verband, keine Künstlervereinigung

Hans-Bert Bendermacher, Pressesprecher und Vizepräsident des Verbandes erklärt, dass man bereits seit den 60er Jahren Vorstellabende anbietet. Die Literaten des Verbandes haben in diesem Jahr vor dem Vorstellabend 60 Künstler gesichtet und heute 21 auf die Bühne geschickt. Hier kooperiert man mit der Künstlervermittlung Köln der Bundesagentur für Arbeit. Die Bewerber kamen aus ganz Deutschland. Das bringt frisches Blut in den Karneval, wie zum Beispiel Brian O´Gott, der eine sehr witzige Rede – aufgebaut auf Einkaufstüten der bekanntesten Handelsmarken – vortrug.

Neben neuen Namen, auch einige Künstler, Bands und Redner, die man aus Köln kennt. Nicht nur die Husaren grün-gelb, auch die Band Kölschraum, die Altreucher, Kai Kramosta oder die Tanzgruppe der Fidelen Fordler und die Rezag Girls waren nach Pulheim gekommen. Wie bei jedem Vorstellabend, die Qualität schwankend, aber genau das macht eine solche Präsentation aus. Bendermacher stellt auch klar, dass es dem Verband darum gehe, bezahlbare und gute Karnevalskünstler den Vereinen im ländlichen Bereich zu präsentieren. Darum kamen auch Literaten nicht nur aus dem Rhein-Erft-Kreis, sondern auch aus Aachen, Düsseldorf, Neuss und den Niederlanden.

Prinz Beukelar der Erste von der Rolle trinkt gerne Hefesmoothies in kleinen Gefäßen, die 0,2 Liter fassen, ist zu mieten und covert ein wenig den Präsidenten, den Weininger auf die Kölner Bühnen brachte und mixt ein wenig Marc Metzger ein. Er hat sich die bekannten und großen Karnevalsredner ganz genau angesehen, kopiert diese aber nicht Eins zu Eins. In tiefstem Rheinisch vertauscht er auch schon mal gerne Buchstaben und Wörter und trägt schnell vor. Am Ende gab es eine Gesangseinlage einmal Prinz ze sind und er wurde mit dem Nikolauslied ausgespielt. Uwe E singt seit 10 Jahren kölsche Lieder und Hymnen an das Kölner Dreigestirn und besonders den kölschen Boor, dem er sich verbunden fühlt. Ein klassischer Alleinunterhalter, der alles auf CD mitbringt, da braucht der Veranstalter keine Band zu buchen.

Brian O´Gott macht Produktplacement mit Einkaufstüten von Aldi bis Reh we, E-Sprit und Görtz. Sprache Hochdeutsch, aber sehr gute kurzweilige Comedy. Die Tütennummer ist echt cool. Sehenswert und vor allem herrlich erfrischend anders, denn O´Gott bringt eine Apparatur mit, mit der er die Tüten präsentiert und fällt eine runter, spielt er dies gekonnt aus. Brian O´Gott vom Niederrhein, lebt jetzt in Kassel, macht klassisch Kneipen-Comedy und war schon in Düsseldorf im alternativen Karneval unterwegs. Die Einkaufstüten der vielen Marken haben die Unternehmen ihm in der Kasseler Fußgängerzone - bis auf ein Parfümeriegeschäft - zur Verfügung gestellt. Brian O Gott hat einen eigenen Stil der ankommt, ist sehr präsent auf der Bühne und bleibt dabei natürlich. Ein Talent. Die Band Kölschraum, auf der Bühne gestartet bei der Akademie des Festkomitee Kölner Karneval, hat sich musikalisch weiter professionalisiert und den Sound verfeinert. In Pulheim bekannte man sich von Kopf bis Fuß auf Kölle eingestellt zu sein.

Bürofachkraft Helga Raspel und Annegret vom Wochenmarkt standen für zwei Frauen die dem kölschen Klaaf auf der Bühne frönten. Annegret mit ihren Erzählungen über die Verfehlungen des Göttergatten, in einer Lokalität in Köln, wo die Damen besonders offenherzig gegen Cash sind, ist deftig. Auch Peter Kolb, der als Stotterkünstler begann und dann in tiefem Rheinisch Witze erzählt, er kennt sogar welche aus Düsseldorf und vom kiffenden Jesus, schlägt in diese Kerbe. Bei der ein oder anderen Herrensitzung auf dem Land dürfte ihm so mancher lachende Brüller gewiss sein.

Jot Drop sangen über Marie und brachten rockigen Sound auf die Bühne und die Altreucher zeigten sich musikalisch vielfältig, internationalen ihre Songs, mit Beatles-Anklängen, Motown-Sound und changieren sprachlich zwischen Kölsch und Englisch. Sehr professionell und wie man es von den Altreuchern kennt druckvoll in den Saal, selbst bei den Baladen.

Die Tanzgarde Rot-Weiß Bechem, die Tanzgarde Marialinden und die Steinenbrücker Schiffermädchen, Labbes on Drickes, Paroli, Josephine Ohly und die Drummerholics erfreuten zudem den gut gefüllten Saal in Pulheim . Denn der Vorstellabend musste durch einen Wasserschaden im Haus Burgpark, wo man 30 Jahre lang präsentierte, umziehen.

Ein Faszinosum des Vorstellabends war, dass Jürgen Sender, der durch den Abend führte, es schaffte den Zeitplan auf den Punkt einzuhalten. Anders als die Kollegen in Köln gab es keine Hänger oder Probleme beim Aufbau, mit der Technik oder ellenlange Anmoderationen. Die Bands, Tanzgruppen und Redner gingen pünktlich auf die Bühne, waren auf die Sekunde fertig und der nächste Künstler stand parat. Auch dass die Künstler nicht überziehen durften und ein verkürztes Programm vorstellten tat dem Abend gut und präsentierte dass, was ein Vorstellabend soll: Künstlerische Vielfalt und stellte die Künstler in den Mittelpunkt.

Sehen Sie hier die Interviews mit Künstlern, Tanzgruppen und Rednern im Video:

Moderator Jürgen Sender zieht vorläufige Bilanz >

Die Rezag-Girls präsentieren ihre neuen Tänze >

Die Tanzgruppe der Fidelen Fordler über die Vorbereitung auf die Session >

Brian O´Gott über das Tütensammeln in der Kasseler Fußgängerzone >

Das Musikcorps Kölner Husaren grün-gelb über die Sitzung im Hörsaal >

Kölschraum zwischen zwei Auftritten >

Volker von den Altreuchern über Motown und andere Soundbasteleien >

Kai Kramosta zum Unterschied zwischen Stadt und Land >

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