Köln | Im Büropark Triotop im Stadtteil Vogelsang wird ein neues multifunktionales Gebäude errichtet. Mit der Grundsteinlegung in der vergangenen Woche beginnen hier die Bauarbeiten. Der Neubau soll interimsweise als Schulgebäude genutzt werden.

Deshalb war bei der Grundsteinlegung neben Vertretern des Bauherrn und der Bezirksvertretung auch Kölns Schuldezernentin Dr. Agnes Klein vor Ort. Zusammen mit Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker und dem Bauherrn, dem Kölner Bauunternehmer Anton Bausinger legten sie den Grundstein für den Neubau mit Namen „Snake“. Das 6800 Quadratmeter Nutzfläche umfassende Gebäude war schon seit längerer Zeit als Erweiterung des Landschafts- und Gewerbeparks Triotop geplant. Nun soll das Gebäude ab dem Schuljahr 2019/2020 für fünf Jahre als Interim für eine geplante Gesamtschule am Wasseramselweg werden.

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Der geschwungene Gebäudekörper mit markanter Klinkerfassade legt schon bei ersten Assoziationen den Namen des Gebäudes nahe: Snake. Etwas erhöht auf einem Plateau erhebt sich das mäanderförmige Gebäude gegenüber den umliegenden Straßen. Die drei separaten Zugänge in das Gebäude befinden sich in „eingeschnittenen Höfen“ auf dem Plateau. Auf dieses Plateau führen barrierefrei ausgebildete Rampen und Treppenanlagen. Fensterbänder ermöglichen ein Arbeiten in lichtdurchfluteten Räumen. Flexibilität in der Nutzung ist dabei Programm: Jede Etage ist mehrfach unterteilbar in separate Einheiten.

Das Gebäude hat eine Mietfläche von 6.800 Quadratmetern, rund 625 Quadratmeter Lagerfläche sowie 53 Tiefgaragenstellplätze. Die Architektur des dreigeschossigen Gebäudes stammt aus der Feder des Kölner Architekten Bernhard Trübenbach in Kooperation mit Claudia Kister. Die Ausführungsplanung wird von dem Büro Concavis Architekten + Ingenieure erstellt.

Flexible Flächenaufteilung und -nutzung sind gefragt

So soll der Neubau nach seiner Fertigstellung aussehen.  Bild: Friedrich Wassermann/HH-Vision

„Flächen für Unternehmen müssen heute immer flexibler gestaltet werden und Raum für die unterschiedlichsten Nutzungen und Arbeitsformen bieten. Deshalb haben wir „Snake“ von Anfang an multifunktional konzipiert. Dass wir „Snake“ in Nachbarschaft des von der Stadt Köln geplanten endgültigen Neubaus einer Gesamtschule in Vorbereitung hatten, ist ein glücklicher Zufall. Wir freuen uns sehr, die Stadt Köln durch dieses Mietangebot einer Schulnutzung für eine Interimszeit unterstützen zu können“, erklärte Bauherr Anton Bausinger, Geschäftsführender Gesellschafter der Bauunternehmung Friedrich Wassermann.

In dem Neubau können alle erforderlichen Räume für die Klassen 5 bis 10 der neuen sechszügigen Gesamtschule abgebildet werden, einschließlich der Fach- und Differenzierungsräume, Angebote für den Ganztagsbereich, Teamräume für die Lehrer der einzelnen Jahrgangsstufen sowie eine Mensa und eine Aula. Damit die künftigen Gesamtschüler ihre neue Schule gut erreichen können, wird die schon vorhandene Verkehrsanbindung weiter ausgebaut: unter anderem mit Fuß- und Radwegen – und die KVB richtet bis zum Schulbeginn eine Buslinie zur neuen Gesamtschule ein.

Die neue Gesamtschule am Wasseramselweg soll bereits zum Schuljahr 2018/2019. Für die einjährige Übergangszeit von 2018 bis 2019 ist in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Neubauprojekt bereits eine Gebäudeanlage in Modulbauweise errichtet worden, die bis zum Schulbeginn in diesem Sommer ausgebaut wird. 2019 bis 2024 will die Stadt Köln am Wasseramselweg einen Neubaukomplex für die sechs- bzw. fünfzügige Gesamtschule errichten. Dazu sollen zwei Turnhallen entstehen, die allesamt ab dem Schuljahr 2024/2025 zur Verfügung stehen sollen. Ab dann soll das Gebäude „Snake“ wieder für gewerbliche Nutzung bereit stehen.

CDU stellt sich hinter das Projekt

Für die Christdemokraten ist der Neubau mit der flexiblen Nutzung ein Gewinn. „Mit der Grundsteinlegung für das Interimsgebäude ,Snake‘ für die Gesamtschule Wasseramselweg ist auch der Grundstein für neue Schulplätze in Lindenthal und Ehrenfeld gelegt. Unser Einsatz und unsere Hartnäckigkeit gegenüber der Verwaltung haben sich gelohnt“, freut sich CDU-Ratsfrau Teresa De Bellis.

„Dadurch kann die Schule bereits ab dem Schuljahr 2018/19 an den Start gehen. Das wird für eine dringend benötigte Entlastung bei der Schulplatzverteilung in Lindenthal und Ehrenfeld sorgen“, ergänzte CDU-Bezirksvertreterinnen Svenja Führer, die sich gemeinsam mit Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Freker, besonders für dieses Standort eingesetzt hat.

Autor: bfl
Foto: Grundstein gelegt, jetzt muss es zügig weitergehen, damit der Bau ab dem Schuljahr 2019/2020 bereits genutzt werden kann.  Bild: Friedrich Wassermann

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