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Symbolblid: Das ehemalige Bonotel, dass die Stadt Köln zur Flüchtlingsunterkunft umbauen ließ.

Kölner Flüchtlingsrat fordert Unterbringungsgesamtkonzept von Stadt

Köln | Die Debatte um die Unterbringung von Flüchtlingen in Hotels durch die Stadt Köln reißt nicht ab. Jetzt meldet sich auch der Kölner Flüchtlingsrat zu Wort und fordert von der städtischen Verwaltung endlich ein Unterbringungsgesamtkonzept zu entwickeln. Die bisherige Arbeit wird als eindimensional bezeichnet und für eine Gesamtplanung als nicht ausreichend empfunden.

Der Kölner Flüchtlingsrat rechnet vor, dass die Unterbringung von Flüchtlingen in sogenannten Beherbungsbetrieben die Stadt Köln rund 25,5 Millionen Euro im Jahr kostet. Berechnungsgrundlage ist ein Tagessatz von 31 Euro und eine Zahl von 2.250 geflüchteten Menschen. Die von Oberbürgermeisterin Henriette Reker angekündigte Überprüfung wird vom Kölner Flüchtlingsrat begrüßt. Dazu äußerte sich dessen Vorsitzender Claus-Ulrich Prölß:„Insbesondere begrüßen wir sowohl die Prüfung nach rechtlichen Möglichkeiten, bestehende Vereinbarungen und Verträge mit Eigentümern von Beherbergungsbetrieben vorzeitig zu kündigen oder aufzulösen, als auch die Beauftragung des Rechnungsprüfungsamtes, den Gesamtvorgang zu prüfen.“

Kritik übt der Flüchtlingsrat daran, dass Stadtpolitik und -verwaltungen das Auszugsmanagement nicht besser gefördert habe. Denn diese Abteilung hat nach Einschätzung des Flüchtlingsrates hervorragende Arbeit geleistet und 548 Menschen aus Hotels, Pensionen und Gaststätten in feste Wohnungen vermittelt.

Der Flüchtlingsrat will eine Rückbesinnung auf die „Leitlinien für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen“. Prölß: „Zu solchen Konzepten und Umsetzungsplänen müssen wir wieder hin. Und wir müssen auch wieder dahin, den Runden Tisch für Flüchtlingsfragen bei der Entwicklung eines Unterbringungsgesamtkonzeptes effektiv einzubeziehen. Denn der Runde Tisch war 2003 durch den Rat originär dafür zuständig gemacht worden.“

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