Politik Nachrichten Politik Welt

bupo_flughfn1990901

Dänemark belässt Grenzkontrollen - Kritik an Deutschland

Der dänische Ministerpräsident hat die Kontrollen an der Grenze zu Deutschland verteidigt.

Kopenhagen | "Die Grenzkontrolle bleibt notwendig, so lange illegale Migranten noch eine deutliche Herausforderungen darstellen, auch mit Blick auf unsere innere Sicherheit", sagte Lars Lokke Rasmussen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). 2015 habe man mit dem Zustrom von Flüchtlingen "ein Desaster erlebt".

Es sei zudem wichtig für ihn, die Unterstützung seiner Bürger zu sichern. Kopenhagen hatte entschieden, die Grenzkontrollen zu verlängern und auch zu verbessern. Rasmussen kritisierte indirekt auch die Bundesregierung. Dabei äußerte er, es habe viele Gründe gegeben, warum 2015 die entsprechenden Ereignisse passiert seien, es habe einen großen Druck auf die Bundeskanzlerin gegeben. "Aber es ist wahr, dass die Sache damals außer Kontrolle geraten ist", sagte er. "Es wäre besser gewesen, wenn wir 2015 einen strikteren Ansatz verfolgt hätten."

Bezogen auf das Vorhaben aus Paris und Berlin zur Stärkung der EU äußerte Rasmussen sich zurückhaltend. Wegen der dänischen Ausnahmeregeln in der EU werde es eine Herausforderung für Kopenhagen, "wenn jemand entscheidet, die Kooperation auszuweiten, und die Nicht-Euro-Länder zurückzulassen". "Wir wollen so nah wie möglich am Herzen Europas bleiben. Wer aber weiter gehen möchte, möge dies auf transparente und inklusive Weise tun, damit wir mithalten können", sagte Rasmussen der F.A.Z. "Und natürlich muss man wissen, dass man auch die Einheit Europas gefährden kann, sollte man die Agenda zu weit vorantreiben." Mit Blick auf ein einheitliches europäisches Asylsystem äußerte Rasmussen, er glaube nicht, dass eine verpflichtende Flüchtlingsverteilung Teil davon sein sollte. "Ich glaube nicht, dass dies langfristig umsetzbar ist, wenn wir die Freizügigkeit in Europa beibehalten wollen", sagte er. "Wir sollten mehr in die Sicherung der Außengrenzen investieren, und die Fluchtursachen bekämpfen."

Zurück zur Rubrik Politik Welt

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Welt

Moskau | Russlands Präsident Wladimir Putin will das Pipelineprojekt Nord Stream 2 komplett mit russischen Mitteln finanzieren, sollte das Betreiberkonsortium durch neue Sanktionen bedroht werden. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe) informierte Putin die Bundesregierung bei seinem Besuch in Meseberg am 18. August über entsprechende Pläne. Damit machte der Präsident klar, dass er die Gasleitung auch gegen amerikanischen Widerstand durchsetzen will.

Hanoi | Vietnams Präsident Tran Dai Quang ist tot. Er starb im Alter von 61 Jahren und sei einer schweren Krankheit erlegen, berichteten staatliche vietnamesische Medien am Freitag.

may_CharlieBardShutterstock_14716

Salzburg | Die EU-Staats- und Regierungschefs lehnen den von London vorgelegten Plan für einen Brexit ab. Das sagte der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, am Donnerstag nach einem informellen Gipfel in Salzburg. Dieser Plan werde "nicht funktionieren".

Ehrenamtspreis Köln 2018

ehrenamtspreis_zusammen_31082108neu_klein

Die Kölner Ehrenamtspreisträger 2018

In einer Multimedia-Reportagereihe beschäftigte sich report-K Redakteur Ralph Kruppa im Vorfeld des Kölner Ehrenamtstages am 2. September 2018 mit den Gewinnern des Ehrenamtspreises der Stadt Köln in den Kategorien Einzelpersonen und Vereine/Initiativen. Ergebnis ist eine Serie, die eine beeindruckende Vielfalt an Themen sowie einen Einblick in die Geschichten der einzelnen gewürdigten Persönlichkeiten zeigt.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN