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Lehrerverband kritisiert "Segregation" im Schulsystem

Berlin | Der Deutsche Lehrerverband hat die Politik für die sinkende Bildungsqualität verantwortlich gemacht. "Wir haben in der Politik tatenlos zugesehen, wie sich die Segregation durch das Schulsystem durchgezogen hat", sagte der Präsident des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, der "Welt". "Es führt zu einem massiven Abbruch von Leistungen, wenn der Anteil der Kinder, die nicht oder nur schlecht Deutsch sprechen, zu groß ist", sagte er mit Blick auf den hohen Anteil von Kindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse an einigen Schulen.

Die Lehrer hätten nicht die Kompetenzen, um auf die verschiedenen Bedürfnisse angemessen zu reagieren. Viele hätten nicht gelernt, Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten. Auch der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung sorge für Überlastung der Lehrer.

"Die Inklusionsaufgabe ist völlig unbewältigt", sagte Meidinger. Der am Mittwoch veröffentlichte 15. Bildungsmonitor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat erstmals nahezu bundesweit deutliche Rückschritte in der Bildungsqualität im Vergleich zum Vorjahr festgestellt. Schwächen zeigten sich vor allem in der Schulqualität, bei der Integration und beim Abbau von Bildungsarmut.

Meidinger warnte, dass sich der Negativtrend fortsetzen könnte. "Der Lehrermangel ist in der aktuellen Studie noch nicht abgebildet. Für die Zukunft ist noch Schlimmeres zu befürchten."

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