Köln | Auf die Hochwasserkatastrophe durch Dauer- und Starkregen folgen jetzt Umweltschäden. Die Bezirksregierung Köln meldet eine Verunreinigung der Wupper-Talsperre mit Ölen und anderen Stoffen. Derzeit ist die Freizeitnutzung, wie Bootsport, Angeln, Baden und Tauchen im Bereich der Wupper-Talsperre momentan untersagt.

Die Verschmutzung wurde am Mittwoch, 14. Juli ausgelöst. In Hückeswagen wurden nach dem Dauer- und Starkregen-Ereignis mehrere Betriebe und Privathäuser überflutet. Darunter auch Firmengelände. Unterschiedliche Stoffe traten aus, darunter auch „Öle und Emulsionen“.

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Diese Stoffe wurden über die Wiebach-Vorsperre in die Hauptsperre der Wupper-Talsperre transportiert, erklärt die Bezirksregierung Köln. Die Behörde begründet dies mit den enormen Wassermengen, die abtransportiert wurden. Offen bleibt dabei warum Unternehmen und private Anlieger keine Vorsorgemaßnahmen treffen mussten oder die Behörde ein solches Ereignis nie in Betracht zog. Ein Punkt der nach den Rettungs- und Aufräumarbeiten zu klären wäre.

Die Bezirksregierung Köln teilt schriftlich mit: „Aufgrund der unbekannten Zusammensetzung der Stoffe werden derzeit Wasser- und Luftproben genommen und analysiert. Anschließend können weitere Maßnahmen erfolgen. Derzeit weist der Wupperverband darauf hin, dass eine Freizeitnutzung, wie Bootsport, Angeln, Baden und Tauchen im Bereich der Wupper-Talsperre momentan untersagt ist.“

Die Wupper-Talsperre ist eine Brauchwassertalsperre. Sie dient dem Hochwasserschutz und der Niedrigwasseraufhöhung der Wupper, ordnet der Wupperverband die Sperre ein. Vier der insgesamt fünf Vorsperren der Wupper-Talsperre (Wupper-, Wiebach-, Dörpe-, Feldbach- und Lenneper-Bach-Vorsperre) erfüllen neben wasserwirtschaftlichen auch ökologische Aufgaben. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Zudem dient sie dem Menschen als Freizeitort.

Autor: red
Foto: Symbolbild Öl in Wasser.

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