Köln | Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet heute die Corona-Zahlen verspätet. Für Deutschland liegen sie bereits vor, für Köln noch nicht. (Hinweis: Die Kölner Zahlen werden hier ergänzt sobald sie von offizieller Seite vorliegen)

RKI meldet 10.473 Corona-Neuinfektionen deutschlandweit – Inzidenz bei 113

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Dienstagvormittag mit etwas Verspätung 10.473 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 55 Prozent oder 3.702 Fälle mehr als am Dienstagmorgen vor einer Woche, als 6.771 Neuinfektionen binnen eines Tages offiziell veröffentlicht worden waren. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von 110,1 auf 113 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

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Die Daten wurden deutlich später als üblich veröffentlicht. Als Grund nannte das RKI „technische Probleme“. Insgesamt geht das Institut derzeit von rund 162.100 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 36.800 mehr als vor einer Woche.

Die Dunkelziffer ist unbekannt, nach Meinung unterschiedlicher Experten könnte sie doppelt oder bis zu sieben Mal so hoch sein. Außerdem meldete das RKI nun 128 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 529 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 76 Todesfällen pro Tag.

Am Vortag lag dieser Wert bei durchschnittlich 70 Corona-Toten innerhalb der letzten sieben Tage. Auf den Intensivstationen wurden unterdessen am Dienstagvormittag 1.689 Covid-19-Patienten intensiv behandelt. Am Montagmittag waren es 1.686.

Corona-Positivrate in Deutschland sprunghaft gestiegen

Der Anteil der positiven Corona-Tests ist sprunghaft gestiegen. Nach Angaben des Laborverbandes ALM waren in der zurückliegenden Kalenderwoche 11,1 Prozent aller durchgeführten Tests positiv, in der Vorwoche waren es 8,4 Prozent. Insgesamt wurden innerhalb von sieben Tagen rund 848.000 PCR-Tests durchgeführt, sieben Prozent mehr als in der Vorwoche.

Nach Ansicht der Labore wird derzeit viel zu wenig getestet. „Überall wird derzeit gehustet, geröchelt und geniest, aber in den seltensten Fällen erfolgt eine fachärztliche SARS-CoV-2-Diagnostik“, sagte ALM-Vorstandsmitglied Wolf Kupatt am Dienstag. In in den kommenden Wochen erwarten die Labore einen erhöhten Bedarf an PCR-Untersuchungen, wofür sie sich „gut gerüstet“ sehen.

Dabei spiele nicht nur Corona eine Rolle, sondern auch Influenza und „weitere Erreger akuter fieberhafter Atemwegserkrankungen“, wie es hieß.

Hospitalisierungs-Inzidenz steigt auf 2,95

Die bundesweite Hospitalisierungsinzidenz für Corona-Infizierte ist nach dem Rückgang am Vortag wieder gestiegen. Das RKI meldete am Dienstagmorgen zunächst 2,95 Einweisungen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden 7 Tagen (Montag ursprünglich: 2,77). Es handelt sich um die jeweils vorläufigen Zahlen, die stets nachträglich noch nach oben korrigiert werden, da manche Einweisungen erst später gemeldet werden.

Trotzdem zeigen sie den Trend richtig an. In der Altersgruppe 0-4 Jahre liegt die Hospitalisierungsinzidenz vorläufig bei 1,39, in der Altersgruppe 5-14 Jahre bei 0,47, in der Altersgruppe 15-34 Jahre bei 1,51, in der Altersgruppe 35-59 Jahre bei 1,97, in der Altersgruppe 60-79 Jahre bei 4,18 und bei den Über-80-Jährigen bei 12,72 Krankenhauseinweisungen mit Covid-19 je Woche und 100.000 Einwohner.
Die Hospitalisierungsinzidenz gilt seit dem Sommer offiziell als der wesentliche Indikator für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen, eine einheitliche Schwelle ist aber nicht definiert.

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