Das Symbolbild zeigt Verdi-Flaggen.

Köln | Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Beschäftigten in ausgewählten Betrieben heute und morgen, 18./19. August, zu Warnstreiks aufgerufen. Auch in Köln. Verdi möchte so den Druck auf die Arbeitgeber bei den laufenden Tarifverhandlungen für existenzsichernde Einkommen verstärken.

In Köln sind die folgenden Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen:

  • H&M Köln, Hohe Straße
  • TK Maxx Köln, Neumarkt
  • Zara Köln, Schildergasse
  • Ikea Köln, Godorf
  • Ikea Köln, Butzweilerstraße
  • Rewe Zentral Lager Köln, Robert-Bosch-Straße

Zudem sind die Beschäftigten im Lekkerland Kerpen, Rötgenstr., im H&M Aachen, Adalbertstr. und im Rewe Markt Niederzier, Rurbenden 2 zum Warnstreik aufgerufen. Verdi rief in NRW insgesamt 130 Betriebe zum Warnstreik auf.

Die aktuellen Tarifverhandlungen

Ziel des Warnstreiks ist es, den auf die Arbeitgeber bei den laufenden Tarifverhandlungen für existenzsichernde Einkommen zu erhöhen. Bislang haben die Arbeitgeber in den Verhandlungen lediglich Reallohnverluste angeboten. „Obwohl die Tarifverträge bereits Ende April ausgelaufen sind, haben die Arbeitgeber bis heute keine Angebote vorgelegt, die den dramatischen Preissteigerungen etwas entgegensetzen. Die Arbeitgeber haben daher die Chance verpasst, den Beschäftigten zu zeigen, dass sie ihre Nöte ernst nehmen. Deshalb bekommen sie jetzt die Antwort aus den Betrieben.“ erklärt die ver.di-Verhandlungsführerin für den Einzelhandel und den Groß- und Außenhandel in Nordrhein-Westfalen, Silke Zimmer.

Die Arbeitgeber im Einzelhandel und im Groß- und Außenhandel bieten bislang für das Jahr 2023 zwischen 5,1 und 5,3 Prozent Entgelterhöhung. Zum Teil ergänzt wurden die Angebote um Inflationsausgleichsprämien von jeweils 700 Euro pro Jahr im Groß- und Außenhandel und 450 Euro im Einzelhandel. Bereits gezahlte Inflationsausgleichsprämien wollen die Arbeitgeber auf dieses Angebot anrechnen können. Für das zweite Jahr boten die Arbeitgeber Erhöhungen zwischen 2,9 und 3,1 Prozent. Alle Angebote hatten eine Laufzeit von 24 Monaten.

Das fordert Verdi

Verdi fordert in der Tarifrunde 2023 im Einzelhandel NRW 2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft ein Mindeststundenentgelt von 13,50 Euro pro Stunde. Im Einzelhandel werden die Tarifverhandlungen am 25. August fortgesetzt.

Im Groß- und Außenhandel NRW fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte von 13 Prozent, mindestens aber 400 Euro. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Im Groß- und Außenhandel werden die Tarifverhandlungen am 4. September fortgesetzt.

rs