Das Symbolbild zeigt Pferde beim Kölner Rosenmontagszug 2023. Foto: Bopp.

Köln | Horst S., Betreiber eines Pferdehofes in Monschau, ist vom Amtsgericht Monschau zu einer Geldstrafe in Höhe von 4.500 Euro wegen wiederholter Misshandlung von Pferden verurteilt worden. Der Mann soll auf die Tiere mit Werkzeugen wie Hammer und Stahlkette eingeprügelt und sie sich so gefügig gemacht haben. Er und die Pferde sollen in diesem Jahr an dem Kölner Rosenmontagszug und in Ehrenfeld teilgenommen haben. Peta verlangte heute von den Verantwortlichen des Festkomitees Kölner Karneval sowie von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker Aufklärung darüber, ob die misshandelten Pferde mitliefen.

„Auch der diesjährige Rosenmontagszug war eine einzige Schinderei für die Pferde. Daher würde es kaum verwundern, wenn ein verurteilter Pferdequäler dafür zugelassen wurde“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Wer den Einsatz der Pferde im Zug noch immer damit begründet, dass die Tiere dafür trainiert wären, soll sich die Methoden des Monschauer Pferdequälers anschauen. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass die sogenannte Gelassenheitsprüfung nicht mit dem Tierschutz vereinbar ist. Wir fordern die Oberbürgermeisterin Henriette Reker daher erneut auf, den Einsatz von Pferden in Karnevalsumzügen zu verbieten.“

Medienberichten zufolge soll das Veterinäramt der Städteregion Aachen bei dem Mann mehrfach Kontrollen wegen Misshandlungshinweisen durchgeführt haben. Zudem wurde er 2021, so Peta, wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Aktuell ermittele das Landesumweltamt außerdem, ob er illegal und ohne die notwendige Qualifikation als Hufbeschlagschmied tätig war.

Peta äußerte sich bereits kritisch zur Nutzung der Pferde im Kölner Rosenmontagszug 2023 und setzt sich für ein Ende der Nutzung von Pferden bei Karnevalsumzügen ein:

rs