Symbolbild Raffinerie

Genf | dts | Die Konzentration von wärmespeichernden Treibhausgasen in der Atmosphäre hat im vergangenen Jahr erneut einen neuen Rekordwert erreicht. Das teilte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montag in Genf mit.

Die Steigerungsrate lag demnach über dem Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2020. Die Konzentration von Kohlendioxid (CO2), dem wichtigsten Treibhausgas, erreichte im Jahr 2020 413,2 Teilchen pro Million Teilchen und betrug damit 149 Prozent des vorindustriellen Niveaus.

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Covid-19-Pandemie ohne Auswirkungen

Methan (CH4) betrug 262 Prozent und Lachgas (N2O) 123 Prozent der Werte von 1750. Die wirtschaftliche Verlangsamung durch Covid-19 hatte laut WMO keine erkennbaren Auswirkungen auf die atmosphärischen Treibhausgasemissionen und deren Wachstumsraten, obwohl die Neuemissionen vorübergehend zurückgingen.

Pariser Klimaabkommen so nicht einzuhalten

„Bei der gegenwärtigen Zunahme der Treibhausgaskonzentration werden wir bis zum Ende dieses Jahrhunderts einen Temperaturanstieg erleben, der weit über den Zielen des Pariser Abkommens von 1,5 bis 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau liegt“, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Man sei „weit vom Weg abgekommen“.

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