New York | UN-Generalsekretär António Guterres hat die internationale Gemeinschaft in einem Appell aufgefordert, mehr gegen die aktuell zahlreichen Krisen auf der Welt zu unternehmen. „Ich bin hier, um Alarm zu schlagen“, sagte Guterres am Dienstagvormittag (Ortszeit) zum Auftakt der 76. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Die Welt müsse aufwachen.

„Wir stehen am Rande eines Abgrunds und bewegen uns in die falsche Richtung.“ Die Welt sei noch nie so bedroht oder gespalten gewesen. Guterres sprach von der „größten Krisenkaskade“ für die aktuelle Generation.

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Als Beispiele nannte er Covid-19, die Klimakrise sowie zahlreiche gewaltsame Konflikte. „Eine Welle von Misstrauen und Fehlinformationen polarisiert die Menschen und lähmt Gesellschaften“, fügte der Portugiese hinzu. Menschenrechte und die Wissenschaft würden angegriffen.

Guterres rief die internationale Gesellschaft zu mehr Solidarität auf, um gegen die Probleme anzukämpfen. Die UN-Vollversammlung findet in diesem Jahr wieder unter strengen Corona-Bedingungen statt. Im Gegensatz zum Vorjahr werden aber wieder deutlich mehr Redner vor Ort erwartet.

US-Präsident erwartet „entscheidendes Jahrzehnt“

US-Präsident Joe Biden sieht die Welt an einem „Wendepunkt“ in der Geschichte. Er erwarte ein „entscheidendes Jahrzehnt“, welches „im wahrsten Sinne des Wortes unsere Zukunft bestimmen wird“, sagte Biden am Dienstagvormittag (Ortszeit) in der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. „Anstatt die Kriege der Vergangenheit weiter zu führen, richten wir unseren Blick darauf, unsere Ressourcen den Herausforderungen zu widmen, die den Schlüssel zu unserer gemeinsamen Zukunft darstellen.“

Man müsse die Corona-Pandemie beenden und die Klimakrise angehen. Zudem müsse man auf Verschiebungen in der globalen Machtdynamik reagieren sowie die Regeln der Welt in wichtigen Fragen wie Handel, Cyber und neue Technologien gestalten. Auch Terrorismus sei weiterhin ein Problem.

Biden verteidigte erneut den Afghanistan-Abzug. Man habe einen 20-jährigen Konflikt beendet, sagte er. „Wir eröffnen eine neue Ära nicht nachlassender Diplomatie“, fügte er hinzu.

Man werde Entwicklungshilfe in neue Wege investieren, um Menschen auf der ganzen Welt zu fördern. Die UN-Vollversammlung findet in diesem Jahr wieder unter strengen Corona-Bedingungen statt. Im Gegensatz zum Vorjahr werden aber wieder deutlich mehr Redner vor Ort erwartet.

Autor: dts
Foto: Das Symbolbild zeigt das UN-Gebäude in New York.

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