Kultur Kunst

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Galerist Raimund Thomas erhält den Art Cologne Preis 2016

Köln | Ein Münchner Galerist wird in diesem Jahr mit dem Art Cologne Preis 2016 ausgezeichnet. Dies teilte der Veranstalter der Messe heute mit. Die Münchner Galerie Thomas existiert seit 52 Jahren.

Der Art Cologne Preis wird jährlich vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) gemeinsam mit der Koelnmesse für herausragende Leistungen der Kunstvermittlung vergeben. Thomas hatte eigentlich Architektur studiert, war aber 1961 bei einem Aufenthalt in London mit der Kunstszene in Berührung gekommen, die ihn nie wieder losließ. Er studierte einige Semester Kunstgeschichte in München, bevor er 1964 seine Galerie auf der Münchner Edelmeile Maximilianstraße eröffnete. Schwerpunkt: Klassische Moderne, deutscher Expressionismus und internationale zeitgenössische Kunst. Heute ist die Galerie in der Türkenstraße zu Hause direkt gegenüber dem Museum Brandhorst.

Diese Künstler vertritt Thomas: In der Malerei Willi Baumeister, Max Ernst, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Otto Mueller und Karl Schmidt-Rottluff. Bei der Skulptur Ernst Barlach, Lothar Fischer und dem Spanier Chillida. Mit Louise Nevelson, Frank Stella und Tom Wesselmann.

1987 gründete Raimund Thomas in den Räumen einer ehemaligen Großbäckerei eine Kunsthalle – das A 11 Art Forum. Hier wollte er vor allem Künstlern der Gegenwart eine Gelegenheit für Ausstellungen und Installationen jenseits des kommerziellen Galeriebetriebs bieten. „Was ich in der Maximilianstraße verdiente, gab ich im A 11 Art Forum wieder aus“ – so Raimund Thomas. Bis zur Schließung des ambitionierten, aber nicht weiterhin privat finanzierbaren Projekts im Jahr 1990 wurden hier unter anderem eine Sammlung mit Werken von Joseph Beuys, Künstler der Transavanguardia – Francesco Clemente, Enzo Cucchi, Nicola de Maria, Mimmo Paladino – und bereits 1988 Arbeiten von jungen chinesischen Künstlern gezeigt. Auch Jean Michel Basquiat und Keith Haring hatten im A 11 Art Forum ihren ersten Münchner Auftritt.

Begleitend zu den Ausstellungen wurden von der Galerie Thomas über 200 Publikationen verlegt. Beispielhaft seien die gewichtigen Bände über das lithographische Oeuvre von Picasso, über Skulpturen von Botero, über die künstlerischen Parallelen von E.L. Kirchner und Edvard Munch oder die fünfbändige Serie „Meisterwerke“ zu Max Beckmann, Alexej v. Jawlensky, Paul Klee, Fernand Leger, Emil Nolde, Chaim Soutine und vielen anderen Künstlern genannt.

Raimund Thomas war auch Gründungsmitglied des „Kunstmarkt Köln“, dem Vorläufer der heutigen Art Cologne. Seit 1967 zählt die Galerie Thomas zum festen Ausstellerstamm der weltweit ersten Messe für moderne und zeitgenössische Kunst

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