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Vor- und Nachwuchs bei der heutigen Vorstellung im Kölner Zoo. Die Erdmännchen sind Sympathieträger und Klimabotschafter zugleich.  Bild: Kölner Zoo/Werner Scheurer

Kölner Zoo: Erdmännchen-Familie hat Zuwachs

Köln | Am heutigen Donnerstag hat der Kölner Zoo offiziell vier neue Mitglieder in der großen Familie der Erdmännchen im Kölner Zoo der Öffentlichkeit vorgestellt. Die im südlichen Afrika ansässigen Tiere sind zugleich perfekte „Klimabotschafter“, am kommenden Sonntag ist „KlimaTag“ im Zoo.

Wie die Verantwortlichen bei der heutigen Vorstellung berichtete, stehe das genaue Datum der Geburt nicht fest. Das liegt daran, dass sich das trächtige Weibchen für den eigentlichen Geburtsvorgang in eine Geburtshöhle und damit auch der Beobachtung durch den Menschen zurückzieht. Die vier Jungtiere dürften etwas älter als vier Wochen sein, so die Vermutung der Fachleute vor Ort.

Erdmännchen sind wahre Klimakünstler. Als Kleinsäuger sind sie schnell in Gefahr, Körperwärme zu verlieren. Bei kühlen Nachttemperaturen wenden sie daher einen „Energietrick“ an: In der Nacht ist die Körpertemperatur rund ein Grad niedriger. Dadurch verbrauchen sie weniger Energie. Außerdem kuscheln sie sich eng zusammen, um weniger Wärme zu verlieren. Diese Klimatricks machen unsere vor kurzem geborenen vier Erdmännchen zu perfekten Botschaftern für den „KlimaTag an diesem Sonntag.

Dann finden sich wieder zahlreiche Partner im Kölner Zoo ein, um ihre Klimaschutzideen zu präsentieren. Von der AWB bis zum Odysseum, von der KVB bis zur Dingfabrik, von der Foodsharing-Initiative über die Stadt Köln bis zum Porzer Imkerverein: Mit dem Klimalaufpass können an den unterschiedlichen Stationen Stempel gesammelt und gegen einen Klimapass eingetauscht werden. Mit Verlosung attraktiver Klimapreise, Upcycling-Station und Infostation zu „Klimatieren“. Um 11 Uhr startet am Haupteingang die kostenfreie Führung zum Thema „Tiere und Klima“.

Wissenswertes über Erdmännchen

Erdmännchen, oder auch Surikate oder Scharrtier (Suricata suricatta) genannt, leben in den trockenen Savannen des südlichen Afrikas. Sie leben dort in großen Familienverbänden mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Als Fleischfresser ernähren sich Erdmännchen von allem, was sich erbeuten lässt. Zur Hauptnahrung gehören Insekten und -larven, Spinnentiere und Skorpione, weitere Wirbellose sowie kleinere Reptilien und Kleinsäuger. Bei der Nahrungssuche halten immer einige Ausschau nach Feinden. Diese stehen dabei auf den Hinterbeinen, schauen ringsherum umher, der Schwanz dient dabei zur Stützung. Ist z.B. ein Greifvogel erspäht, so ertönt ein schriller Warnschrei und alle suchen sofortigen Unterschlupf.

Den unterirdischen Bau graben sie meist nicht selber, sie übernehmen in der Regel vorhandene von anderen Arten. Diese Bauten wechseln sie regelmäßig, wenn vor Ort die Nahrung knapp wird. Ihr Revier markieren Erdmännchen mit Duftstoffen aus Analdrüsen. Diese Markierung dient Artgenossen zur Warnung und eigenen Familienangehörigen zur Identifikation.

Erdmännchen werden mit etwa zwölf Monaten geschlechtsreif. Jungtiere sind anfangs nackt und blind, die Ohren geschlossen. Die Tiere haben ein Geburtsgewicht von nur 30 Gramm. Nach etwa 14 Tagen öffnen sie zum ersten Mal ihre Augen. Auch die Ohren sind mittlerweile geöffnet und weit entwickelt. Die Jungtiere werden etwa für 80 Tage gesäugt. Ab der sechsten Lebenswoche wird aber bereits feste Nahrung gefressen, die die Jungen vorgekaut kriegen. Mit drei Monaten gehen die Kleinen bereits eigene Wege, bleiben aber in der Familie. Erdmännchen üben auf die Menschen eine besondere Faszination aus. Sie gehören zu den beliebtesten Zootieren nicht nur in Köln. Die Anlage der Erdmännchen in Köln wurde im Jahr 2003 fertiggestellt und gilt als Vorbild für Erdmännchen-Gehege in vielen anderen Zoos.

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