Kultur Kunst

gaststaette_minsk_11082020

Das Gebäude der ehemaligen Gaststätte "Minsk"

Von Köln nach Berlin: Paola Malavassi macht Karriere

Köln | Paola Malavassi, langjährige Assistentin von Kasper König in seiner Zeit als Direktor des Museum Ludwig in Köln, macht Karriere. Die 1978 geborene Kunsthistorikerin wird Gründungsdirektorin des neu entstehenden Museum Minsk für Kunst der DDR in Potsdam. Zuletzt leitete Malavassi die Berliner Niederlassung der Julia Stoschek Collection (Düsseldorf).

In Potsdam, der kleinen brandenburgischen Landeshauptstadt 30-Minuten S-Bahnfahrt vor den Toren der Metropole Berlin, wartet auf Malavassi der Aufbau eines ganz neuen Museums, das einen eigenen Akzent in der deutschen Museumslandschaft setzen wird. Finanziert wird das Projekt durch Hasso Plattner, der als Mitbegründer des Software-Unternehmens SAP zum Milliardär geworden ist, und in den letzten Jahren einen Teil seines Vermögens in Wissenschaft und Kunstprojekte gegeben hat.

Die Aktivitäten sind in der 2015 gegründeten Hasso Plattner Foundation mit Sitz in Potsdam gebündelt. Den Namen des Gründers trägt das Hasso Plattner Institut an der Universität Potsdam. 20 Millionen Euro spendete Plattner für den Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses. Noch spektakulärer war die Rekonstruktion des kriegszerstörten klassizistisch-barocken Barberini-Palasts aus dem 18. Jahrhundert, der seit 2017 als Museum Barberini firmiert und dessen Ausstellungen (Gerhard Richter, Picasso, van Gogh) Publikumsmagneten wurden, die mit Großausstellungen in Berlin konkurrieren können. Hasso Plattner gilt als der wichtigste private Sammler französischer Impressionisten und Post-Impressionisten in Deutschland.

Das neue Museum Minsk wird in einem ehemaligen Terrassenrestaurant aus DDR-Zeiten untergebracht werden, dessen geplanter Abriss jahrelang für Diskussionen in Potsdam gesorgt hat. Bereits 2017 waren einige der DDR-Künstler aus Plattners Kunstsammlung (Werner Tübke, Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer) in der Ausstellung "Hinter der Maske - Künstler in der DDR" im Museum Barberini zu sehen gewesen. Im Innenhof des Museums ist dauerhaft Mattheuers Großskulptur "Der Jahrhundertschritt" aufgestellt. Malavassi will nach eigenen Worten aus dem Museum Minsk, dessen Eröffnung für 2021 angestrebt ist, einen Ort machen, "an dem die Geschichte der DDR-Kunst verhandelt wird".

Zurück zur Rubrik Kunst

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kunst

raum13_urteil_20012021

Köln | Das Landgericht Köln hat entscheiden, dass die Kunstinitiative "Raum 13" die Räume in der ehemaligen Hauptverwaltung der Deutz-AG räumen muss. Die Kündigungen die die Grundbesitzverwaltungsgesellschaft ausgesprochen habe sei rechtswirksam, da sie vertragsgemäß mit Wirkung zum 30. April 2020 ausgesprochen worden seien. Gegen das Urteil kann Berufung vor dem Oberlandesgericht Köln eingelegt werden.

gropius_bau_pixabay_18012021

Mit Kölner Unterstützung wird im Berliner Martin Gropius-Bau Kunst der USA und UdSSR aus Zeiten des Kalten Krieges gegenübergestellt.

Köln | Darauf hätte man auch in Köln kommen können: Unter dem Titel „The Cool and the Cold. Malerei aus den USA und der UdSSR 1960-1990 Sammlung Ludwig" organisiert das Berliner Ausstellungszentrum Martin Gropius-Bau eine umfangreiche Gruppenausstellung aus den Beständen der Sammlung Ludwig aus sechs verschiedenen Museen, darunter dem Museum Ludwig in Köln. Nachdem die Ausstellung wegen der Corona-Schließungen nicht eröffnet werden konnte, ist sie nun für 17. September 2021 bis 09. Januar 2022 angekündigt.

03-Hannelore-Fischer-kaetheKollwitz_12012021

Interview mit der Direktorin des Käthe Kollwitz-Museums, Hannelore Fischer

Wie erleben Sie die Situation jetzt im zweiten Lockdown?

Hannelore Fischer: Es gibt aktuell keine Planungssicherheit für die Sonderausstellungen in diesem Jahr. Man stochert im Nebel und weiß nicht, ob Projekte wieder verschoben werden müssen. Der Lockdown mit der Schließung der Kultureinrichtungen hat uns schon sehr getroffen. Unsere Art-Déco-Ausstellung, erst Ende September eröffnet, war gerade gut im Fluss. Über 5000 Besucher hatten die Schau gesehen – und dann kam die erneute Schließung. Im Rückblick kann man schon sagen, dass es fraglich war, Möbel- und Modehäuser offenzulassen und Museen zu schließen. Aber das war eine politische Entscheidung mit dem Versuch, die Pandemie einzudämmen, und selbstverständlich haben wir unseren Beitrag dazu zu leisten. Jetzt sind wir in einer abwartenden Haltung, was das laufende Jahr betrifft.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >