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Baden-Württembergs Agrarminister erwägt Abschuss von Wölfen

Stuttgart | Der baden-württembergische Verbraucherschutz- und Agrarminister Peter Hauk (CDU) kann sich Abschüsse von Wölfen vorstellen, wenn diese eine Bedrohung der Weidehaltung darstellten.

Hauk sagte der "Heilbronner Stimme" (Samstag): "Die entscheidende Frage ist: Inwieweit ist der Wolf naturverträglich und artenschutzverträglich? Es besteht die Gefahr, dass Bauern das Interesse an der Weidehaltung verlieren, weil die Risiken unwägbar für sie werden. Stellen Sie sich vor, der Wolf als Rudeljäger greift an, eine Rinderherde gerät in Panik, durchbricht den Zaun und läuft auf eine Straße – das wäre der Punkt, an dem wir zum Handeln gezwungen wären. Wenn die Bewirtschaftung der Weidehaltung durch den Wolf gefährdet wird, dann würde ich mich klar gegen den Wolf entscheiden. Dann wäre der Punkt gekommen an dem wir sagen müssten: Der Wolf passt in diese dicht besiedelte Kulturlandschaft nicht mehr hinein, er muss abgeschossen werden. Ganz klar ist für mich: lieber eine Art weniger als zehn, 20 oder 30 andere, die aussterben."

Hauk nahm Bezug auf den gewaltsamen Tod eines Wolfes im Schwarzwald. Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat in diesem Fall ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Das Tier war erschossen worden.

Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hatte am Dienstag den Todesfall bedauert. Das Töten eines Wolfes stelle eine Straftat dar, für die etwa das Bundesnaturschutzgesetz eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vorsehe, so sein Ministerium.

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