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Handwerker widerspricht AfD-Darstellungen im Fall Magnitz

Bremen | Der Mitarbeiter einer Papenburger Handwerksfirma, der mit zwei Kollegen am Tatort des Angriffs auf den AfD-Bundestagsabgeordneten und Bremer Landeschef Frank Magnitz gewesen ist, hat der AfD-Darstellung der Tat widersprochen. "Was passiert ist, haben wir nicht gesehen", sagte der Handwerker dem "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Der "couragierte Eingriff" eines Handwerkers vor Ort hätte das Leben von Magnitz gerettet, hatte die AfD nach dem Überfall am vergangenen Montag in einer Presseerklärung geschrieben.

Erst durch die Schreie des AfD-Manns sei der Handwerker auf die Tat aufmerksam geworden und habe sodann erste Hilfe geleistet. Auch die Darstellung der AfD, Magnitz sei mit einem "Kantholz" geschlagen und "gegen den Kopf getreten" worden, bestätigte der Handwerker nicht, berichtet der "Spiegel" weiter. Die AfD will sich derweil bei der Zählung von Straftaten gegen ihre Mitglieder nicht auf offizielle Statistiken verlassen.

Der Verein "Alternative Hilfe" zählt für die Partei alle Übergriffe, die auf einer Internetseite für die "zentrale Erfassung politisch motivierter Straftaten" gemeldet werden. Seit 2015 habe der Verein insgesamt 1.873 Fälle registriert, die AfD-Mitglieder betrafen. Allerdings erfasse die Statistik auch juristisch nicht existente Kategorien wie "soziale Ausgrenzung" oder "existenzvernichtend", berichtet das Nachrichtenmagazin.

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